Lonely Mountains Downhill im Test: Hals- und Beinbruch

"Lonely Mountains Downhill" ist gleichzeitig fordernd und entspannend.
"Lonely Mountains Downhill" ist gleichzeitig fordernd und entspannend.Megagon Industries
Trotz fordernden Gameplays setzt dieses Fahrrad-Indiegame auf eine entspannende Atmosphäre und Minimalismus.

Stell dir vor, du bist alleine mit deinem Bike unterwegs und fährst einen scheinbar unberührten Berg hinab. Du lauscht der Natur um dich herum, begegnest keiner Menschenseele. Und dann versemmelst du einen besonders schweren Sprung und stürzt dermaßen unglücklich, dass normalerweise die Bergrettung anrücken müsste. In "Lonely Mountains Downhill" wird man nach spektakulären Stürzen allerdings gleich zum letzten Speicherpunkt transportiert. Denn trotz der traumhaften Atmosphäre bietet das Game eine gehörige Portion an Herausforderung.

Vier Berge, 16 Strecken

Die Prämisse des Spiels ist denkbar simpel: Man muss auf dem Fahrrad so schnell und unfallfrei wie irgendwie möglich einen Bergpfad absolvieren. Dabei ist es nicht immer der schnellste Weg, einfach auf dem vorgegebenen Pfad zu bleiben. An jeder Ecke lauern Abkürzungen, einige ziemlich offensichtlich, andere wiederum sehr ungewöhnlich und riskant. Es ist ungemein befriedigend, mit einer Höllenfahrt einen Abhang hinunter einen ganzen Levelabschnitt zu überspringen.

Das Game bietet vier optisch verschiedene Berglandschaften mit 16 Strecken. Diese offerieren diverse, in simpler Optik gehaltene Sehenswürdigkeiten – Bergseen, Wälder und Canyons inklusive. Die Physik wurde laut den Berliner Entwicklern Megagon Industries eigens entwickelt und ermöglicht – ein wenig Eingewöhnung vorausgesetzt – präzise Aktionen auf dem Fahrrad.

Reduzierte Optik

Um voran zu kommen, muss man die Strecken mitunter doch recht oft spielen, dadurch stellt sich allerdings ein Gewöhnungeffekt ein und man internalisiert das Layout der Kurse regelrecht. Um die fünf zusätzlichen Fahrräder freizuschalten, muss man genügend Fahrradteile verdienen, die es nur durch das Abschließen von Herausforderungen gibt.

Die Optik überzeugt mit einem sehr reduzierten Stil. Trotzdem lief die getestete Version für Nintendo Switch nicht immer einwandfrei. Hier bleibt zu hoffen, dass die Entwickler mit einem Update nachbessern. Ein Soundtrack ist quasi nicht vorhanden, dafür wurde viel Energie in die wunderbare Soundkulisse der Umgebung gesteckt.

Fazit

"Lonely Mountains Downhill" ist gleichzeitig ein motivierendes Arcade-Game und eine fast meditative Erfahrung. Die entspannende Optik nimmt sich angenehm zurück und verlässt sich nicht auf eine laute, actionreiche Stimmung. Das Freischalten neuer Fahrräder dauert ein bisschen zu lange, das ist aber schnell vergessen, wenn man einen neuen Pfad entdeckt, der wertvolle Sekunden spart und eine neue Bestzeit ermöglicht.

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Das Gewinnspiel ist aktiv bis Sonntag, 12. Juli 2020, 23.59 Uhr. Der Gewinner wird per Mail verständigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.

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