Loveparade-Prozess ist geplatzt

Nun ist es fix: Das Landgericht Duisburg hat die Anklage zum Hauptstrafverfahren der Loveparade-Katastrophe aus dem Jahr 2010 mit 21 Toten abgelehnt. Entscheidend dafür ist ein Gutachten des britischen Panik-Forschers Keith Still. Sein Fazit: Die Loveparade musste in einer Katastrophe enden, wie er auf rund 90 Seiten ausführt.

Der Rechtsstreit darüber ist aber nicht beendet. Denn einzelne Verteidiger kritisierten von Anfang an Form- und Sachfehler in dem umstrittenen Gutachten. Betroffene und Angehörige der Opfer sind schockiert. "Ein Schlag ins Gesicht", ist zu hören.

Die Staatsanwaltschaft wird vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht versuchen, die Ablehnung durch das Duisburger Landgericht zu kippen. Dazu wurde gegen das Urteil Berufung eingelegt. Die Katastrophe jährt sich am 24. Juli zum 6. Mal. Bei einer Massenpanik starben 21 Menschen.

 

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