Tierischer Artenschutz

Nur noch sieben Stück! Jetzt muss man Luchse auswildern

Um den Luchs in den heimischen Wäldern zu erhalten, sollen 20 Tiere freigelassen und neue Wanderwege geschaffen werden.
Heute Tierisch
16.02.2026, 13:59
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In den letzten Tagen haben die Chefs der Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse sowie des Wildnisgebiets Dürrenstein-Lassingtal ein gemeinsames Papier zur Unterstützung des Luchses unterschrieben. Aktuell gibt es in der Region nur sieben Luchse und ihr hohes Alter und die enge Verwandtschaft machen es für die Tiere schwer, in Zukunft zu überleben.

Jetzt sollen gezielte Maßnahmen gesetzt werden, um den Luchs in unseren Wäldern zu halten. Damit diese Wildkatze bei uns aber wirklich eine Chance hat, soll in den nördlichen Kalkalpen eine selbstständige Population entstehen. Geplant ist, rund 20 Tiere freizulassen, die genetisch nicht miteinander verwandt sind.

Im Positionspapier steht auch, dass die Bundesländer daran arbeiten, sogenannte Korridore zu schaffen. Das sind Wanderwege, die die einzelnen Lebensräume der Luchse miteinander verbinden. Nur wenn man hier gemeinsam mit anderen Ländern zusammenarbeitet, kann eine stabile Luchspopulation in den Alpen wieder entstehen.

Der Luchs stellt für den Menschen keine Gefahr dar, auch wenn er entgegen der landläufigen Meinung kein scheues Tier ist. Er ist allerdings Nachts- und dämmerungsaktiv, weshalb man ihm kaum in freier Wildbahn begegnet.

Der Lebensraum im Projektgebiet der Nördlichen Kalkalpen erstreckt sich über die Steiermark, Nieder- und Oberösterreich. Insgesamt umfasst das Gebiet 12.000 Quadratkilometer, davon sind mehr als 70 Prozent Wald.

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