Ist Wien sicher genug?

Ludwig fordert: "Brauchen mehr Polizei für Favoriten!"

Maßnahmen wurden gesetzt, doch das sei zu wenig. Bürgermeister Ludwig nimmt die Bundesregierung in die Pflicht und verlangt mehr Polizei für Wien.
Wien Heute
17.05.2024, 05:30
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Was bringt die Waffenverbotszone, die seit Anfang April am Reumannplatz umgesetzt wurde? Viel – wenn man Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) fragt. Nicht genug – wenn man Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) fragt.

190 Anzeigen wurden bisher erstattet und neun Messer sichergestellt. In ganz Wien waren es sogar 8.700 Kontrollen und 940 Anzeigen. Die Straftaten seien dadurch insgesamt um rund 60 Prozent zurückgegangen. Doch Ludwig lässt nun aufhorchen. Maßnahmen seien gesetzt worden, das würde aber nicht reichen. "Wir brauchen mehr Polizisten in Favoriten", lautet seine Botschaft. Er nimmt damit die Bundesregierung in die Pflicht.

410 Polizisten in Favoriten im Einsatz

"Es kann nicht sein, dass ein großer Bezirk wie Favoriten mit mehr Einwohnern als Linz nur mit der Hälfte der Polizisten auskommen muss. Wir werden hier mit unserer Forderung ans Innenministerium nicht nachlassen", schreibt der Bürgermeister auf Twitter.

Tatsächlich ist die Forderung nicht neu. Schon vor der Einführung der Waffenverbotszone am Reumannplatz forderte die SPÖ Wien mehr Polizei im 10. Bezirk. Laut Angabe der Landespolizeidirektion Wien haben in Favoriten nach wie vor 410 Polizisten dauerhaft ihren Arbeitsplatz.

Unterstützt werden diese in ihrer regelmäßigen Streifentätigkeit aber auch bei Schwerpunktaktionen von verschiedene Einheiten, wie etwa der Bereitschaftseinheit, der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität, der WEGA, der Polizeidiensthundeeinheit, von Beamten des Landeskriminalamts oder von der Landesverkehrsabteilung.

"Wien ist nicht unsicher. Aber..."

"Wien ist nicht unsicher, aber wir haben hier viele internationale Organisationen und verschiedene Bundeseinrichtungen. Daher finden viele Demonstrationen statt, zu denen auch Menschen aus dem Ausland kommen. Deswegen ist die Wiener Polizei in einem besonderen Ausmaß gefordert", begründet Ludwig seine Forderung nach mehr Polizeikräften in Wien und besonders im 10. Bezirk.

"Es sind ausreichend Polizistinnen und Polizisten in dem Bezirk tätig, um für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu sorgen", heißt es wiederum seitens der Polizei Wien.

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.05.2024, 05:30
Jetzt E-Paper lesen