Luftfahrtbehörde will Kameras Piloten filmen lassen

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Nach dem Germanwings-Absturz mit 149 Toten will die Internationale Luftfahrtbehörde die Sicherheit im Cockpit erhöhen. Der jüngste Vorschlag, Piloten mit Videokameras zu überwachen, stößt bei den Kapitänen jedoch auf wenig Begeisterung.

Nach dem mit 149 Toten will die Internationale Luftfahrtbehörde die Sicherheit im Cockpit erhöhen. Der jüngste Vorschlag, Piloten mit Videokameras zu überwachen, stößt bei den Kapitänen jedoch auf wenig Begeisterung.

Das "Wall Street Journal" berichtete, dass die ICAO die Überwachung intensivieren will. Einer der Vorschläge ist die Einführung von Videokameras in den Cockpits. Die sollen filmen, was Piloten und andere Crewmitglieder am Arbeitsplatz machen. Im Herbst soll über das Thema offiziell beraten werden. Dann könnte die Installation von Kameras entweder verpflichtend vorgeschrieben oder den Fluglinien lediglich empfohlen werden.
Piloten weltweit wehren sich gegen die Einführung von Kameras. Martin Chalk, Präsident der Internationalen Pilotenvereinigung IFALPA, bezeichnete die Forderung der Luftfahrtbehörde als "Überreaktion, die die Sicherheit nicht verbessert" und unterstrich: "Das Geld für Sicherheit ist schon beschränkt genug. Es sollte besser für wirklich sinnvolle Maßnahmen ausgegeben werden."

Die US-Behörde NTSB versucht, Bedenken der Piloten zu zerstreuen. Chef Christopher Hart schlug vor, die Kameras so zu installieren, dass das Gesicht des Piloten nicht zu sehen ist. So bliebe die Privatsphäre der Piloten gewahrt.

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