Bei der Lufthansa hat am Freitag ein eintägiger Streik des Kabinenpersonals begonnen. Die Gewerkschaft UFO hat das Personal der Kernmarke Lufthansa und der Tochter Cityline bis 22.00 Uhr zum Ausstand aufgerufen.
Bestreikt werden Abflüge von den Drehkreuzen Frankfurt und München sowie Cityline-Flüge von neun deutschen Flughäfen. Laut Flughafenverband ADV sollen rund 90.000 Passagiere betroffen sein.
Die Lufthansa will mit Zusatzflügen von Tochtergesellschaften sowie größeren Flugzeugen gegensteuern. Auch die AUA wird auf Verbindungen nach München und Frankfurt größere Maschinen einsetzen – der AUA-Flugplan bleibt aber unverändert.
Die Gewerkschaft UFO will mit dem Arbeitskampf Druck auf die laufenden Verhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag ausüben. Für die rund 18.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter fordert sie Arbeitszeitentlastungen.
Bei der Cityline geht es um einen Sozialplan für rund 800 Beschäftigte. Die Zubringergesellschaft soll im kommenden Jahr eingestellt werden.
UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger machte die Lufthansa für die Eskalation verantwortlich. "Diese Situation wäre vermeidbar gewesen – die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bisher nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", erklärte er.