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Luftpumpe in Po gerammt: Arbeiter stirbt bei 'Streich'

Heute Redaktion
Symbolfoto
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Bild: iStock

Weil der 40-Jährige kein Geld für neue Kleidung hatte, spielten ihm seine Kollegen einen "Streich". Erst lachten noch alle, dann kippte ihr Opfer plötzlich um und verblutete.

Ein dummer Scherz unter Arbeitern eines indischen Sperrholz-Erzeugers hat ein tödliches Ende genommen – ein 40-Jähriger musste sterben, weil ihm ein Kollege "zum Spaß" ein Kompressor-Rohr in den Anus gesteckt hatte.

Ravinder (40) war schon in der Vergangenheit wegen seiner Armut und zerschlissenen Kleidung regelmäßig zum Ziel von Spott und Hohn seiner Arbeitskollegen geworden. Als er am Donnerstag erneut mit zerfetzen Hosen in dem Werk in Nangloi, Neu-Delhi, auftauchte, trieben es die "Scherzkekse" aber zu weit.

In einem unbedachten Moment – der Mann hatte sich vornüber gebeugt, um einen Holzblock hochzuheben – schlich sich einer der Arbeiter, Anjan Misra, von hinten an ihn heran und rammte ihm das Auslassrohr eines Luftkompressors durch ein Loch in seiner Hose direkt in den Anus. Der fokussierte Pressluftstrom, der normalerweise zum Zerschneiden von Holzplatten verwendet wird, zerfetzte die Organe des 40-Jährigen – er starb kurz darauf an starken inneren Blutungen.

Opfer ausgelacht

Die anderen Arbeiter lachten ihr Opfer noch aus, als dieser völlig überrascht vor Schmerz das Gesicht verzerrte. Doch nicht lange danach stolperte er und knallte Kiefer voran auf den Boden. "Wir haben den Manager alarmiert und Ravinder zur örtlichen Ambulanz getragen. Dann wurde er in ein staatliches Krankenhaus gebracht, wo er noch am selben Tag gestorben ist", erinnert sich einer der Arbeiter, Ram Kishan, gegenüber der "Times of India". Der Verstorbene hinterlässt eine Ehefrau und drei Kinder. Satish, einer seiner Neffen, erhebt unterdessen schwere Vorwürfe gegen den mutmaßlichen Täter. Der missglückte Scherz sei nur ein Vorwand, er habe sein Opfer töten wollen, behauptet Satish gegenüber dem "Indian Express".

Das hat nun die Polizei zu klären: Misra wurde von seinen Kollegen bis zum Eintreffen der Beamten festgehalten, woraufhin er festgenommen wurde. Aktuell werten die Ermittler Aufnahmen von Überwachungskameras aus. Besonders tragisch: Misra soll der Grund gewesen sein, warum der 40-Jährige überhaupt in dem Werk Anstellung gefunden hatte. Er habe Ravinder vor Jahren einem Arbeitsvermittler empfohlen, weil sie beide im selben Dorf aufgewachsen waren, so die "Times of India".

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