Lungenkranke darf trotz Attest nicht ohne Maske shoppen

Sabrina Luger (24) hat ein Attest für eine Maskenbefreiung, im Shoppingcenter half ihr das nicht.
Sabrina Luger (24) hat ein Attest für eine Maskenbefreiung, im Shoppingcenter half ihr das nicht.fotokerschi.at
Sie hat eine schwere Lungenkrankheit, soll aus ärztlicher Sicht keine FFP2-Maske tragen, in ein Shoppingcenter durfte sie ohne Maske aber nicht.

Sabrina Luger (24) versteht die Welt nicht mehr. "Ich bin seit meinem dritten Lebensjahr lungenkrank und in Behandlung, hab 24 Allergien. Ich habe zwei ärztliche Atteste, dass mir das Tragen von FFP2-Masken nicht zumutbar ist und dennoch darf ich ohne Maske nicht ins Shoppingcenter. Dabei hätte ich sogar ein Schutzvisier verwendet", sagt die junge Frau im Gespräch mit "Heute".

Passiert ist das Ganze am vergangenen Wochenende. Während die junge Ansfeldnerin am Freitag mit dem Hinweis auf das Attest noch in die Plus City ("Nach einigen Diskussionen") durfte, musste sie tags darauf das Gebäude schnell wieder verlassen. "Ich wurde sehr unfreundlich behandelt", sagt Luger.

In die Plus City in Pasching kommt man nur mit FFP2-Masken.
In die Plus City in Pasching kommt man nur mit FFP2-Masken.fotokerschi.at

"Fühle mich diskriminiert"

"Ich fühle mich diskriminiert. Nur weil ich krank bin und keine Maske tragen darf, kann ich nicht einkaufen gehen", ärgert sich Luger. Vor allem, weil sie ja durchaus bereit gewesen wäre, ein Gesichtsschild zu tragen. "Mir wurde auch nicht erklärt, warum in der Plus City Menschen, die krank sind und ein Attest haben, eine FFP2 Maske tragen müssen", sagt sie.

Person ohne Maske könnte infiziert sein

Wir haben bei der Plus City nachgefragt: "Da ein Attest eines Arztes leider nicht bestätigt bzw. bestätigen kann, dass die Person, welche von der Tragepflicht befreit wurde, zum Zeitpunkt des Besuchs infektionsfrei ist, müssen wir zum Schutz aller anderen Besucher auf eine generelle Maskenpflicht bestehen. Diese infizierte Person könnte – ohne Maske – andere Besucher im Einkaufszentrum infizieren und somit gefährden", erklärt Geschäftsführer Thomas Heidenhofer im Gespräch mit "Heute".

Man sei sich des Problems aber sehr wohl bewusst. "Es hat sogar schon eine Anzeige bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft gegeben", so Heidenhofer. Allerdings habe man derzeit noch keine Lösung, die alle zufrieden macht, gefunden, denn man müsse natürlich auch die gesetzlichen Auflagen erfüllen.

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