Politik

Luxus-Gegner Martin soll Business Class fliegen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:49

Der fraktionsfreie EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin hat dem Nachrichtenmagazin "profil" zufolge gegen seine eigenen Verhaltensregeln verstoßen. Martin, der sich auf EU-Ebene stets gegen Business-Class-Flüge ausgesprochen hatte, soll 2010 auf einem Flug von Brüssel via Frankfurt nach Shangai die Teilstrecke Brüssel-Frankfurt Business-Class geflogen sein, am Rückflug ebenso.

Der fraktionsfreie EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin hat dem Nachrichtenmagazin "profil" zufolge gegen seine eigenen Verhaltensregeln verstoßen. Martin, der sich auf EU-Ebene stets gegen Business-Class-Flüge ausgesprochen hatte, soll 2010 auf einem Flug von Brüssel via Frankfurt nach Shangai die Teilstrecke Brüssel-Frankfurt Business-Class geflogen sein, am Rückflug ebenso.

Der EU-Politiker dementierte die Vorwürfe. Zum gegenständlichen Vorwurf sagte Martin laut Vorausmeldung in der am Montag erscheinenden Ausgabe von "profil": "Im konkreten Fall war ich in der Reisestelle des Parlaments und bat um einen möglichst günstigen Business-Class-Flug." Die Strecke Frankfurt-Brüssel habe er nur deshalb in der Business Class akzeptiert, "weil verschiedene Buchungsklassen bei Anschlussflügen teurer kommen".

Wie es in der "profil"-Vorausmeldung weiter heißt, habe sich Martin seinen Besuch bei der Weltausstellung in Shanghai von einem deutschen Konzern organisieren lassen, überdies sei er privater Natur gewesen - eingebettet in eine wenige Tage später stattfindende Tagung von EU-Parlamentariern in Peking. Das Ticket habe das EU-Parlament bezahlt.

"Darstellung ist schlichtweg falsch"

Martin in weist dies in einer Aussendung zurück: "Diese Darstellung ist schlichtweg falsch. Weder war ich auf EU-Kosten bei der Expo in Shanghai, noch war ich dort privat. Dem EU-Parlament sind dadurch keinerlei Mehrkosten entstanden. Ich bin auf meinem Weg von Brüssel zu den Sitzungen nach Peking an einem Freitag in Shanghai zwischengelandet, war am Samstag einen Tag beruflich auf der Expo, und flog dann am Sonntag weiter nach Peking." Die Aufenthaltskosten in Shanghai habe er trotz seines "beruflichen Aufenthalts privat bezahlt."

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