Der russische Einmarsch in die Ukraine sorgt auch in Wien für Entsetzen: Am Samstag demonstrierten Tausende am Platz der Menschenrechts (Neubau) gegen den Angriffskrieg Putins, wir haben berichtet.
Unter den Teilnehmern war auch der Wiener Vizebürgermeister und Stadtrat für Jugend, Bildung und Integration Christoph Wiederkehr (Neos). Im Gespräch mit "Wien Heute" verspricht er rasches Handeln, etwa bei den Familienzusammenführungen durch die Einwanderungsbehörde MA35. "Wir haben derzeit rund 300 Anträge von Ukrainerinnen und Ukrainern. Diese werden wir schnellstmöglichst abarbeiten, damit die eine Perspektive haben", verspricht Wiederkehr. Auch im Bereich der Schulen bereite sich die Stadt vor: "Wenn ukrainische Kinder kommen, wird es selbstverständlich auch einen guten Schulplatz für jeden geben".
Bisher blieben große Flüchtlingsströme nach Wien aber aus. Verschiedene Hilfsorganisationen, darunter etwa die Caritas oder die Volkshilfe Wien nehmen am Hauptbahnhof (Favoriten) Ankommende aus der Ukraine in Empfang.
Doch bei Schätzungen, dass bis zu vier Millionen Menschen vor dem Krieg flüchten könnten, baut die Stadt schon jetzt für den Notfall vor. Aktuell stehen rund 300 freie Plätze für Flüchtlinge bereit, erklärt ein Sprecher von Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Samstag gegenüber Radio Wien. Daneben werden "zur Sicherheit" weitere Kapazitäten geprüft, heißt es.