Beben bei Hoffenheim

Machtkampf hält an – Schicker überraschend vor Aus

Hoffenheim-Sportboss Andreas Schicker soll vor dem Aus stehen. Beim Sensations-Dritten aus Deutschland droht der große Knall nach langem Machtkampf.
Sport Heute
04.02.2026, 19:46
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
olympia live
olympia live

Sportlich läuft bei der TSG Hoffenheim derzeit alles nach Wunsch. Mit Trainer Christian Ilzer steht der Klub sensationell auf Rang drei der Bundesliga und ist sogar mitten im Titelrennen. Umso größer ist nun die Überraschung hinter den Kulissen: Ausgerechnet Erfolgsmanager Andreas Schicker soll vor dem Aus stehen.

Wie die "Bild" berichtet, wird bei einer Gesellschafterversammlung am Montag über die Abberufung des Österreichers als Geschäftsführer diskutiert. Der Schritt käme nur einen Tag nach dem Bundesliga-Schlager bei Bayern München – und wäre ein weiterer Einschnitt in der Führungsetage der Kraichgauer.

Hintergrund ist ein seit Monaten schwelender Machtkampf. Nach dem bereits beschlossenen Abschied von Geschäftsführer Tim Jost soll nun auch Schicker seinen Posten verlieren. Initiator der Umbaupläne soll Interims-Präsident Christoph Henssler sein, der die Führungsstruktur neu ordnen und Personen aus dem Umfeld des früheren Geschäftsführers Markus Schütz installieren möchte.

Als mögliche neue Geschäftsführer werden intern der vereinsnahe Jurist Arno Metz sowie "People-&-Culture"-Managerin Asmahan Gamgami genannt. Beide könnten die Nachfolge von Jost und Schicker antreten. Für den Österreicher wäre demnach nur noch eine Rolle unterhalb der Geschäftsführung vorgesehen – ein Szenario, das kaum realistisch erscheint. Schicker hatte zuletzt bereits ein Angebot aus Wolfsburg abgelehnt, ein Verbleib in Hoffenheim ohne Entscheidungsbefugnis gilt als ausgeschlossen.

Offiziell soll es Unstimmigkeiten bei der Einrichtung einer Hinweisgeberstelle gegeben haben. Diese war bislang intern angesiedelt, sollte jedoch auf Wunsch Schickers extern vergeben werden, um mögliche Interessenskonflikte zu vermeiden. Kritiker sehen darin einen vorgeschobenen Grund, um den Sportchef aus der Geschäftsführung zu drängen.

Brisant ist die Situation auch deshalb, weil Schicker als enger Vertrauter von Trainer Ilzer gilt. Gemeinsam haben die beiden Hoffenheim sportlich auf ein neues Level gehoben, zuvor Sturm zum Doublesieger geformt.

Der Machtkampf in Hoffenheim zieht sich bereits seit mehr als einem Jahr. Nach dem Abgang früherer Geschäftsführer im Zuge eines Rechtsstreits um ein Stadionverbot und interner Querelen ist Schicker der letzte verbliebene Manager aus der alten Führungsriege. Nun droht auch ihm das Aus.

Zu den aktuellen Vorgängen wollte sich Schicker zuletzt nicht äußern. Ob Hoffenheim damit sehenden Auges den eigenen Höhenflug riskiert, dürfte sich schon in den kommenden Tagen entscheiden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.02.2026, 19:46
Jetzt E-Paper lesen