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Alle 29 Opfer von Madeira stammen aus Deutschland

Heute Redaktion
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Auf der portugiesischen Insel Madeira kam es am Mittwochabend zu einem Busunglück. Ein Reisebus mit Touristen hat sich überschlagen - 29 Menschen kamen ums Leben.

Nach dem Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira ist die Zahl der Toten auf 29 gestiegen. Wie ein Arzt des Spitals der Stadt Funchal mitteilte, sei eine Frau ihren schweren Verletzungen erlegen.

Bei allen 29 Todesopfern handelt es sich nach Angaben des portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa um Touristen aus Deutschland. "Ich drücke in diesem tragischen Moment den Schmerz und die Solidarität aller Portugiesen aus", sagte der Staatschef dem portugiesischen Sender "RTP". Ihm sei gesagt worden, dass alle Opfer Deutsche seien.

Flaggen auf halbmast

Die Regionalregierung hat eine dreitägige Trauerzeit für die portugiesische Insel angeordnet. Diese gelte von Donnerstag bis Samstag, hieß es in einer Erklärung des Regierungsrats der Autonomen Region Madeira. Demnach werden die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden auf Madeira während der drei Tage auf halbmast gesetzt.

Der Inhaber des Unglücksfahrzeugs will bei der Aufklärung helfen. "Es ist unser Wille und unser Bestreben, dass alle Fakten, Gründe und Verantwortlichkeiten des Unfalls ermittelt werden", zitierte die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa am Donnerstag aus einer Mitteilung des Verkehrsunternehmens SAM. "Wir werden uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten."

In Kurve abgekommen

Der laut Lusa von der Reiseagentur Travel One gecharterte Bus war am Mittwoch in der Gemeinde Caniço in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und einen Berghang hinabgestürzt. Das Busunternehmen sprach den Familien und Freunden der Opfer sein Beileid aus.

Die Unglücksursache war zunächst noch unklar. Laut Medienberichten könnte ein mechanisches Problem der Grund gewesen sein - entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal. Der Vizepräsident der Regionalregierung, Pedro Calado, sagte, Mutmassungen zu der Unglücksursache seien "verfrüht." (wil/fss/sda/afp)