Brutale Mädchenbande überfiel Jugendliche am Bahnhof

Das Salzburger Landesgericht
Das Salzburger LandesgerichtBild: picturedesk.com
Am Landesgericht Salzburg sitzen am Montag und Donnerstag vier weibliche Angeklagte auf der Anklagebank. Den Vorbestraften droht eine Haftstrafe.

Das kriminelle Quartett ist zwischen 17 und 20 Jahre alt. Die jungen Frauen stammen aus Nigeria, Serbien, Türkei und Österreich und sollen zuletzt am Salzburger Bahnhof ihr Unwesen getrieben haben. Drei der vier Verdächtigen sitzen seither in Untersuchungshaft. Die Anklage lautet auf Raub, Körperverletzung, gefährlicher Drohung und Nötigung.

Mehrere Opfer berichten über brutale Überfälle, bei denen Jacken, Taschen, Süßigkeiten und Kleingeld geraubt wurden. Ein Opfer soll bedroht worden sein, wenn es zur Polizei gehe. Im Gesicht eines Mädchens soll die Gang laut Anklage sogar eine Zigarette ausgedrückt haben. 

Die brutale Gewalt der Mädchen überrascht auch einen der Verteidiger. Anwalt  Michael Hofer sagte vor dem Prozess in Salzburg: "Das ausschließlich weibliche Angeklagte da sitzen, ist sehr selten. Meine Mandantin wird sich unschuldig bekennen, weil sie sagt, dass ist nicht von ihr begangen worden, sondern von anderen."

Doch der Jurist merkte an: "Aber es ist erschreckend, weil viele verschiedene Taten vorgeworfen werden mit erheblichem Gewalt- und Druckpotential. Da sagt auch die Anklage, das ist sehr außergewöhnlich – aber vielleicht doch ein Zug der Zeit." Das Urteil soll am Donnerstag fallen. Die Unschuldsvermutung gilt.

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