Raub, Drogenhandel, schwere Nötigung, Körperverletzung – eine siebenköpfige Bande hatte mehrere Opfer in Tulln malträtiert und wurde schließlich nach längeren Ermittlungen der Polizei festgenommen („Heute“ berichtete).
Gestern standen zwei Bosnier (31, 40), zwei Kroaten (19, 35), 2 Österreicher (24, 31) und ein Serbe (27) in St. Pölten vor Gericht. Nur: Ein Kroate fehlte wegen einer Coronaerkrankung.
Ein Opfer (17) hatte die Bande laut Anklage rund vier Stunden malträtiert, ihm die Haare abgeschnitten, der Teenager erlitt einen offenen Nasenbeinbruch.
Weitere Opfer wurden laut Anklage verprügelt, mit Verstümmelung bedroht und ausgeraubt. Ein Opfer hatte etwa 200 Euro Schulden gehabt, diese aber brav zurückgezahlt. Dennoch wurden die 200 Euro nochmal mit Nachdruck gefordert: "Wir schneiden Dir einen Finger ab und hauen Dir mit einem Hammer den Schädel ein." Das Opfer zahlte in Todesangst nochmals den Betrag.
Da ein Angeklagter gänzlich fehlte und noch weitere Zeugen befragt werden müssen, wurde der Prozess auf April vertagt. Es gilt die Unschuldsvermutung.