Die Ärzte haben Magali Gonzalez Sierra prophezeit, dass sie nicht älter als 13 wird. Doch das tapfere kolumbianische Mädchen feierte am Samstag ihren 15. Geburtstag. Der Tag ist für Südamerikanerinnen wichtiger als die Hochzeit. Die Familien schmeißen den kleinen Prinzessinnen sündteure Partys. Mit Magali feierte ihr ganzes Dorf, Spenden kamen aus ganz Kolumbien.
Die Ärzte haben Magali Gonzalez Sierra prophezeit, dass sie nicht älter als 13 wird. Doch das tapfere kolumbianische Mädchen feierte am Samstag ihren 15. Geburtstag. Der Tag ist für Südamerikanerinnen wichtiger als die Hochzeit. Die Familien schmeißen den kleinen Prinzessinnen sündteure Partys. Mit Magali feierte ihr ganzes Dorf, Spenden kamen aus ganz Kolumbien.
ist. Doch schon in ihrem ersten Lebensjahr begann das Baby rapide zu altern. Mit zehn Monaten merkten ihre Eltern, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Erst fielen die Haare aus, dann wurden die Knochen brüchig, schließlich veränderten sich auch die Organe.
Diagnose: Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom
Die verzweifelten Eltern zogen für ihr Baby extra in ein angenehmeres Klima um, liefen von Arzt zu Arzt. Endlich bekamen sie eine Diagnose, doch die war niederschmetternd. Es gibt auf der Welt nur wenige Fälle des Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndroms, in Kolumbien sind es sogar nur zwei. Bei der Krankheit altert der Körper in rasender Geschwindigkeit. Die Mediziner warnten die Eltern, dass Magali nicht mehr als 13 Jahre alt werden würde.
Lebensziel: Die 15. Geburtstagsfeier erleben
Doch Magali ist eine Kämpferin. Sie wollte unbedingt ihre Quinceanera-Feier erleben. Für südamerikanische Mädchen ist ihr 15. Geburtstag etwas ganz besonderes und oft wichtiger als die Hochzeit. Eltern sparen meist jahrelang, die Feier kann bis zu einem ganzen Jahresgehalt verschlingen. Die Mädels werden professionell geschminkt, herausgeputzt und für sie wird eine riesige Party veranstaltet. An dem Tag wird ein Mädchen zur Frau.
Mit 14 sah es so aus als würde Magali ihren großen Tag nicht mehr erleben. Sie wurde mit Atemstillstand ins Spital eingeliefert, dort erlitt sie zwei weitere. Doch das Mädchen im Körper einer alten Frau kämpfte weiter.
Das ganze Dorf stand Spalier
Inzwischen ist Magali in ganz Kolumbien bekannt. Am Samstag war schließlich ihr 15. Geburtstag. Ihre Eltern schmissen ihr die Party in der Sporthalle ihres Heimatorts. Ein kolumbianischer Designer entwarf Magali extra ein Kleid. Sie wurde geschminkt, eine Langhaarperücke verdeckte den kahlen Kopf. Die Kleine kann nicht mehr selbst gehen. Im Rollstuhl brachte man sie zur Halle. Dort warteten alle Bewohner des Ortes und standen Spalier. Sie riefen "Prinzessin, Prinzessin" bei ihrer Ankunft und tanzten auf ihrer Feier.
Für Magali war es der schönste Tag ihres Lebens. "Ich sehe wunderschön aus", meinte sie freudestrahlend. Mutter Sofia freute sich mit ihrem todkranken Kind. "Alle fünf Minuten hat sie mir gesagt, wie glücklich sie ist. Am liebsten hätte sie ihr Kleid gar nicht mehr ausgezogen."