"Das Jahr hat schon wunderbar begonnen", freute sich Lilli Hollein, Generaldirektorin des Museums für Angewandte Kunst (MAK), bei der Präsentation der bevorstehenden Highlights. Das Wiener Staatsballett tanzte schon beim Neujahrskonzert am 1. Jänner zu Johann Strauss' Walzer "Rosen aus dem Süden" durch das Museum, das das Klassik-Highlight sogar live übertragen hat.
Auch die Besucherzahlen aus dem Vorjahr tragen zum positiven Start bei. Das Plus von 16 Prozent verdankt das Haus vor allem auch den großen Ausstellungen von Dagobert Peche und Helmut Lang. Auch 2026 soll es so weitergehen.
Einer der heurigen Publikumsmagneten soll die Schausammlung "Wien 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk" (ab 25. Februar) werden, die Künstler Markus Schinwald mit dem MAK entwickelt hat. Mit der Neuaufstellung soll die prägende Epoche in "atmosphärischen Erlebnisräumen" nun dauerhaft gezeigt werden.
Ein weiteres Vorzeige-Projekt wird die Ausstellung "Christoph Schlingensief. Es ist nicht mehr mein Problem!" sein. Ab 13. Mai widmet das MAK dem 2010 verstorbenen Künstler und Provokateur eine umfassende Einzelschau. Gemeinsam mit den Wiener Festwochen konzipiert, wird etwa seine ikonische Installation "Church of Fear" in den Fokus gerückt, die die Stimmung nach 9/11 einfangen sollte. Es ist keine klassische Retrospektive, sondern beleuchtet die zentralen Werke des Aktionskünstlers. "Die Themen, die Schlingensief bearbeitet hat, haben sich nicht geändert", betont die Direktorin.
In der Mixed-Media-Installation "Image, Brittle Grounds" zeigt Felix Lenz, Absolvent der Angewandten, ab 12. Februar seine ungewöhnlichen Werke mit Salzwasser, Dampf und Rauch. Es ist der Beitrag zur "Klima Biennale Wien".
"Eine technisch unglaublich beeindruckende Arbeit", befindet Hollein. Ein weiterer Höhepunkt wird "Glanzstücke" (10. Juni bis 27. September), wo selten gezeigte Objekte aus der MAK-Sammlung mit Juwelierskunst aus 120 Jahren Van Cleef & Arpels präsentiert werden.