Zwei Anwohner aus dem Frankfurter Stadtteil Schwanheim sind an Malaria erkrankt. Sie leben in unmittelbarer Nähe zum Flughafen. Bei beiden wurde Malaria tropica diagnostiziert – die gefährlichste Variante der Krankheit.
Das Gesundheitsamt untersucht, ob ein Zusammenhang mit früheren Fällen am Flughafen besteht. Im Sommer hatten sich dort sechs Mitarbeiter infiziert.
Die Betroffenen waren nicht im Ausland und arbeiten auch nicht am Flughafen, schreibt Der Spiegel. Die Behörden gehen davon aus, dass eine infizierte Mücke die Krankheit übertragen hat. Von Mensch zu Mensch wird Malaria nicht übertragen.
Laut dem Robert Koch-Institut ist sogenannte Flughafen-Malaria ein sehr seltenes Ereignis. Die tropischen Mücken können mit Flugzeugen aus Malaria-Gebieten eingeschleppt werden und sich im Umkreis von mehreren Kilometern um den Flughafen bewegen.
Die Gesundheitsbehörden rufen zur Aufmerksamkeit auf: Bei Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sollte an eine mögliche Malaria-Infektion gedacht werden. Mit einem Schnelltest kann die Diagnose rasch erfolgen.