Mama holte Amokfahrer vom Gericht ab

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(Symbolfoto)Bild: Video3
Eine rasante Verfolgungsjagd lieferte sich ein Lenker im vergangenen Jahr mit der Polizei. Dabei brachte er vor allem Beamte in Gefahr.

Am Mittwoch wurde ein 19-Jähriger in Wien verurteilt. Am Ende hieß es 18 Monate Haft für den jungen Ungarn - vier Monate davon unbedingt. Die verbüßte er bereits in der Untersuchungshaft, weshalb er noch am selben Tag nach Hause durfte. Seine Mama holte ihn vom Gericht ab und fuhr mit ihm nach Hause.

Der Grund für die Gerichtsverhandlung war eine rasante Verfolgungsjagd im September vergangenen Jahres (2017): Im Bereich des Gürtels fuhr er zunächst mit überhöhter Geschwindigkeit in die entgegengesetzte Fahrtrichtung. Dabei brachte er nicht nur die Lenker, sondern auch die Fußgänger in Gefahr, die aufgrund der Ausweichmanöver der Autos ausweichen mussten.

Endstation: Sackgasse

Als die Polizei auf ihn Aufmerksam wurde und ihn mit Blaulicht verfolgte, stieg er nur noch fester aufs Gas. Selbst von einer Straßensperre von mehreren quer stehenden Polizeiautos ließ er sich nicht aufhalten. Auf diese fuhr er mit rund 120 Kilometern pro Stunde zu. Die Beamten konnten rechtzeitig reagieren und in letzter Sekunde zurückschieben, um eine Kollision zu verhindern.

Als er letztendlich aufgehalten werden konnte, weil er in eine Sackgasse fuhr und nicht mehr umkehren konnte, machte er es den Polizisten jedoch weiterhin nicht einfach: Er wehrte sich mit Händen und Füßen gegen die Festnahme, verletzte dabei sogar zwei Beamte. Einen davon schwer.

Bei einer Überprüfung des Fahrzeuges wurde festgestellt, dass die Kennzeichen von einem fremden Auto abmontiert und auf sein eigenes angebracht hat. Das Urteil ist rechtskräftig. (slo)

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