Duo ist in Haft

Mama, Tochter als falsche Polizisten: 380.000 € Schaden

Mutter und Tochter waren als falsche Polizisten unterwegs, brachten Senioren um ein Vermögen, 13 Opfer sind bisher in ganz Österreich bekannt.

Thomas Peterthalner
Mama, Tochter als falsche Polizisten: 380.000 € Schaden
Mutter und Tochter sollen Pensionisten abgezockt haben.
LPD NÖ

Mit einer herzlosen Bertrugsmasche versuchten Mutter (41) und Tochter (19) eine Pensionistin aus Klosterneuburg (NÖ) um knapp 50.000 Euro zu erleichtern. Die beiden Polinnen hatten am 18. Jänner 2024 per Telefon die 75-jährige Frau angerufen. Der Seniorin wurde am Telefon vorgegaukelt, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und nur durch eine Kaution aus dem Gefängnis kommen würde. Der Preis für die Freiheit: 45.000 Euro.

75-Jährige holte Hilfe

Mit der 75-Jährigen wurde die Übergabe des Geldes an eine "Polizistin" an der Wohnadresse des Opfers vereinbart. Aber die Seniorin roch den Braten, informierte ihren Schwiegersohn, der bei dem Termin die zwei Verdächtigen fotografieren konnte. Die Kripo jagte die Fotos durch alle Computer, konnte die Fake-Polizistinnen ausforschen und diese am Grenzübergang Drasenhofen am 19. Jänner 2024 festnehmen. Die Polizei veröffentlichte Fotos von dem kriminellen Duo – nun meldeten sich weitere Opfer. Von den 13 Betrugshandlungen blieb es bei sechs beim Versuch.

Herzlose Schockanrufe

In Niederösterreich wurden drei Pensionisten mit Schockanrufen um viel Geld gebracht, in drei weiteren Fällen blieb es beim Versuch. In Wien kam es zu einem Kautionstrickbetrug, im Burgenland zu je einem vollendeten und einem versuchten Trickbetrug bei Eisenstadt. Bei Innsbruck (T.) gab es einen Versuch. In der Tiroler Landeshauptstadt fielen drei Opfer auf den herzlosen Betrugstrick des Mutter-Tochter-Duos herein.

380.000 Euro Schaden

Der dabei verursachte Schaden beträgt, inklusive Forderungen bei Versuchshandlungen, etwa 380.000 Euro. Die beiden Beschuldigten verweigerten die Aussage. Es gilt die Unschuldsvermutung..

Die Bilder des Tages

1/60
Gehe zur Galerie
    <strong>29.05.2024: Wegen falschem Stempel verliert Familie den Almbetrieb</strong> – Ein jahrelanger Familienstreit könnte für Familie Seidl und ihre Mayrhofalm weitreichende Folgen haben. Die Familie vermutet hier Behördenfehler. <a data-li-document-ref="120039027" href="https://www.heute.at/s/wegen-falschem-stempel-verliert-familie-den-almbetrieb-120039027">Hier weiterlesen &gt;&gt;</a>
    29.05.2024: Wegen falschem Stempel verliert Familie den Almbetrieb – Ein jahrelanger Familienstreit könnte für Familie Seidl und ihre Mayrhofalm weitreichende Folgen haben. Die Familie vermutet hier Behördenfehler. Hier weiterlesen >>
    Melanie Seidl

    Auf den Punkt gebracht

    • Eine Mutter und ihre Tochter versuchten, eine 75-jährige Frau um 45.000 Euro zu betrügen, indem sie ihr vorgaukelten, dass ihre Tochter in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt sei und nur durch eine Kaution freikäme
    • Nachdem die Polizei die Betrügerinnen gefasst hatte, meldeten sich weitere Opfer, die ähnliche Anrufe erhalten hatten
    • Insgesamt kam es zu Betrugsversuchen und vollendeten Betrügereien in verschiedenen österreichischen Städten, wobei der entstandene Schaden auf etwa 380.000 Euro geschätzt wird
    pet
    Akt.