Burgenland

Mama tot, Maschinen aus – dann fing Herz an zu schlagen

Vier Wochen lag Monika Neuherz im Koma, ihr Leben hing an einem seidenen Faden. Heute ist für sie und ihre Liebsten nichts mehr, wie es einmal war.
Clemens Pilz
02.07.2023, 14:50
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"Monika war zweimal klinisch tot und wurde wiederbelebt. Beim dritten Mal hatten die Ärzte schon die Maschinen abgestellt, da fing ihr Herz plötzlich wieder an zu schlagen", erinnert sich Walter Neuherz: "Meine Frau ist eine Kämpferin."

Der Leidensweg der Burgenländerin (47) begann im März mit einem unscheinbaren, aber hartnäckigen Husten. Nach zwei Wochen verschlechterte sich ihr Zustand rapide, die Mutter zweier Töchter (6, 8) musste ins Spital. Dort erbrach sie Blut und kollabierte. Die Diagnose: Lungenentzündung, septischer Schock, Multiorganversagen. Ein aggressiver Keim war durch den Husten in die Blutbahn geraten. "Wir wussten nicht, ob sie das überlebt."

Extremitäten mussten amputiert werden

Vier Wochen lag Monika Neuherz im künstlichen Tiefschlaf. Währenddessen litten ihre Extremitäten unter der schweren Sepsis. Nach und nach mussten die Mediziner beide Unterschenkel und sämtliche Finger entfernen. Erst Ende Mai war endlich klar: Monika kommt durch. "Nur weil sie so sportlich ist, hatte sie überhaupt eine Chance", ist ihr Mann überzeugt.

Der langjährige Bahnbedienstete hatte die schwierige Aufgabe, den Töchtern so schonend wie möglich beizubringen, was mit ihrer Mutter passierte. "Zuerst haben wir ihnen nicht gesagt, dass die Finger und Füße weg sind. Dann habe ich es ihnen mit einer Puppe gezeigt." Die Kinder hätten die Nachricht verhältnismäßig gut aufgenommen und seien glücklich, dass Mama bald wieder nach Hause kommt.

Ein Bild aus besseren Zeiten…
privat

Sammlung für Haus-Umbau

Aktuell ist Neuherz noch mehrere Monate auf Reha, kämpft sich langsam ins Leben zurück. Für den behindertengerechten Umbau des Familienheims wird nun gesammelt. Spendenkonto: AT40 3807 1000 0034 8375

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