Mama von Designerin entkam Inferno

Momente, die man sich lieber nicht ausmalt, durchlebte Designerin Niki Osl am Samstag: Im Wohnhaus ihrer Mutter war ein immenses Feuer ausgebrochen.

"Sie rief zuerst mich an, nicht die Feuerwehr", erzählt Niki Osl – bekannt durch ihre bunten Blütenhaarkränze – im "Heute"-Gespräch.

Wie berichtet, war in der Nacht zum Sonntag – wohl wegen einer vergessenen Kerze – Feuer in einem Wohnhaus in Wien-Döbling ausgebrochen. 25 Mieter, darunter ein 14 Tage altes Baby, waren im Inferno eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr befreit werden.

Da pechschwarze Rauchschwaden das Stiegenhaus gegen 22.30 Uhr völlig eingenebelt hatten, musste auch Osls 73-jährige Mutter, die bereits eine Krebserkrankung überstanden hat, auf die Retter warten. Niki Osl: "Ich hatte sie die ganze Zeit am Telefon. Als sie mich anrief, stammelte sie nur: ‚Flammen, überall ist Rauch.' Ich versuchte sie zu beruhigen, empfahl ihr, ein nasses Tuch vor das Gesicht zu halten und beim offenen Fenster zu warten."

In der Zwischenzeit setzte sich die Designerin mit ihrer besten Freundin in ein Taxi und raste zur Adresse ihrer Mama in der Glatzgasse – ohne aufzulegen. "Als ich dort eintraf, kam erst mal Panik bei mir auf", so Osl.

Denn: "Ich hatte das Gefühl, dass alle anderen Bewohner schon draußen waren – nur meine Mutter nicht. Und sie geht halt schon schlecht, weil sie schwer krank war." Die Einsatzkräfte, bei denen sich Osl ausdrücklich für die tolle Hilfe bedanken will, beruhigten die Designerin. "Und dann brachten sie sie Gott sei Dank schon heraus. Sie sah aus wie ein Alien – man hatte ihr nämlich eine Sauerstoffmaske aufgesetzt." Aber alles gut. Großes Aufatmen. (red)

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