MAN vor dem Aus: Verkauf oder Schließung droht

Das MAN-Werk in Steyr soll bis Ende 2023 geschlossen werden.
Das MAN-Werk in Steyr soll bis Ende 2023 geschlossen werden.fotokerschi.at
Das MAN-Werk in Steyr steht vor dem Aus. Der deutsche Lkw-Hersteller baut in Deutschland offenbar weniger Jobs ab, dafür wird Steyr "geopfert".

Wie der ORF berichtet steht das MAN-Werk in Steyr "zur Disposition". Heißt: ein Verkauf oder eine Schließung stehen im Raum. 2.200 Jobs wackeln.

Laut der Vereinbarung zwischen MAN und dem Betriebsleiter sollen bis Ende des kommenden Jahres 3.500 Jobs in Deutschland gestrichen werden.  

Ursprünglich wollte das Unternehmen 9.500 der weltweit 36.000 Arbeitsplätze streichen, vor allem in Deutschland und Österreich. In Steyr hatte man sich gegen die Schließungspläne massiv gewehrt. Offenbar hat das wenig genutzt.

Neuausrichtung von MAN

Der MAN-Standort Wittlich in Rheinland-Pfalz soll nun verkleinert, dem Unternehmen aber erhalten bleiben.

Die Werke im sächsischen Plauen (150 Mitarbeiter) und eben in Steyr (2.200 Mitarbeiter) stünden aber zur Disposition, hieß es von MAN. Ursprünglich hatte MAN etwa 5.600 Stellen im Lkw-Werk München, im Dieselmotorenwerk Nürnberg und im Komponentenwerk Salzgitter abbauen wollen. Diese Jobs sollen aber nun doch bleiben.

Unter dem Druck der EU-Klimavorgaben soll MAN neu ausgerichtet und zu einem „führenden Nutzfahrzeughersteller im Bereich Elektro- und Wasserstoffantriebe“ umgebaut werden. Damit ist auch „eine Neuaufstellung des Entwicklungs- und Produktionsnetzwerks mit einem starkem Fokus auf Zukunftstechnologien“ vorgesehen.

Die Vereinbarung dient als Grundlage für Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, die in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen.

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