Michael Schumacher und Ferrari – eine Verbindung, die die Formel 1 bis heute prägt. Beim Italien-GP in Monza wird der siebenmalige Weltmeister besonders geehrt. 30 Jahre nach seinem ersten Ferrari-Sieg auf der legendären Strecke erinnert die Scuderia an ihren Rekord-Champion. Schumachers langjährige Managerin Sabine Kehm reagiert mit bewegenden Worten.
"Ferrari, Michael, Monza: Das ist ein Dreiklang, den jeder Formel-1-Begeisterte einfach liebt", sagt Kehm im Interview mit "RTL" und "Sky". "Ich bin super dankbar und finde es ganz toll, dass Ferrari Michael diese Ehre zuteil werden lässt." Besonders emotional: "Ich bin sicher, er ist ganz glücklich darüber und ganz stolz darauf."
Kehm begleitete Schumacher über viele Jahre und erinnert daran, dass der Deutsche seine Emotionen nur selten nach außen zeigte. Dabei sei es ihm stets wichtig gewesen, den Menschen mit seinen Leistungen auf der Rennstrecke Freude zu bereiten. Genau das habe er während seiner großen Ferrari-Ära geschafft.
Die Beziehung zwischen Schumacher und Ferrari war allerdings keine Liebe auf den ersten Blick. Kehm erzählt, dass der Deutsche zunächst mit der emotionalen Welt der Italiener fremdelte. Es sei eine Liebe auf den zweiten Blick gewesen, "aber dafür war sie dann umso größer". Schumacher wollte nie über seinem Team stehen, sondern einer von ihnen sein. Zum Abschied schenkten ihm die Mechaniker ein Bild mit den Worten: "Du bist einer von uns."
Auch auf der Strecke wird die Ferrari-Legende in Monza wieder lebendig. Sebastian Vettel wird vor dem Grand Prix den legendären Ferrari F2002 fahren, mit dem Schumacher 2002 seinen fünften von sieben WM-Titel holte. Schumacher war Vettels großes Kindheitsidol, später entwickelte sich zwischen den beiden eine Freundschaft. "Wir sehen Michael nicht mehr, aber ich bin sicher, dass wir ihn am Sonntag sehr deutlich spüren und hören werden", schrieb Vettel auf Instagram.
Für Ferrari wird das Rennwochenende damit zu einer großen Hommage an seinen erfolgreichsten Fahrer. Drei Jahrzehnte nach Schumachers erstem Ferrari-Triumph in Monza lebt die besondere Verbindung zwischen dem Rekordweltmeister, der Scuderia und den Tifosi weiter – und Kehms Worte zeigen, wie viel diese Ehrung bedeutet.