Welt

Mangelndes Gesundheitspersonal – Italien schlägt Alarm

Die vierte Corona-Welle schlägt in vielen Teilen der Welt wieder zu und setzt die Krankenhäuser unter Druck. In Italien wird jetzt das Personal knapp.
Nicolas Kubrak
11.12.2021, 19:03

Österreichs Nachbar verzeichnet täglich rund 15.000 Neuinfektionen, Tendenz steigend. Viele Gesundheitseinrichtungen sind durch den Personalmangel schwer belastet. Wegen der seit März geltenden Impfplicht für Sanitäter verloren einige Personen ihren Job. 

Alternative: Tests statt Impfpflicht

Aufgrund des starken Personalmangels, der sich über die Weihnachtszeit verschärfen könnte, wächst die Forderung nach einer Rückkehr von ungeimpften Sanitätern. Diese sollen dann alle 24 bzw. 48 Stunden auf das Coronavirus getestet werden, schlägt der Chef der Vereinigung der Krankenhausleiter (ANPO), Giampiero Avrucio, vor. Er selbst leitet die Angiologie-Abteilung am Krankenhaus von Padua. 

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„"Mit dieser neuen Welle von Krankenhauseinweisungen sind wir am Ende unserer Kräfte."“

Die "paradoxe Situation" sei, dass die Entfernung der ungeimpften Kollegen noch stärker auf den Menschen, die jeden Tag gegen die Pandemie kämpfen müssen, laste, so Avrucio. 

Impfverweigerer sollen zurückkehren

Der Arzt unterstreicht, dass alleine in seinem Spital in Padua 200 nicht geimpfte Mitarbeiter die Suspendierung erhielten. Laut Avrucio soll die Kündigung von Impfverweigerern aufgehoben werden. "Mit systematischen Tests könnte man die Ansteckung unter Kontrolle halten. Das nicht geimpfte Personal könnte auf die Stationen zurückkommen und alle 24 bzw. 48 Stunden einem Speichelabstrich unterzogen werden", meinte er.

„"Ginge es nach mir, sollte eine allgemeine Impfpflicht für die ganze Bevölkerung eingeführt werden."“

Diese Idee gefällt Francesco Vaia, Chef des auf Infektionskrankheiten spezialisierten römischen Krankenhauses Spallanzani, gar nicht. Seiner Meinung nach müssten Krankenhäuser sicher sein. Im Gespräch mit der römischen Tageszeitung "La Republica" sagte er: