Drei Tage ist der Fund jetzt her. Die Leiche eines 25-jährigen Marokkaners in einem Wohnhaus in Innsbruck gibt den Ermittlern immer noch Rätsel auf: woran ist der Mann verstorben? Die Obduktion konnte allerdings Fremdverschulden und einen Unfall ausschließen.
Nun soll geklärt werden, ob ein gesundheitliches Problem oder eine Überdosis Drogen zum Tod des Mannes geführt hat. "So wird auch eine toxikologische Untersuchung durchgeführt", erklärt Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft, das berichtet die Tiroler Tageszeitung (TT).
Fest steht inzwischen, dass der 25-Jährige mit Drogen zu tun hatte. Die Ermittler gehen sogar davon aus, dass er noch kurz vor seinem Tod mit Kokain gehandelt haben dürfte.
Bei der Leiche wurden kleine Plastikbeutel mit einer geringen Menge Suchtgift sichergestellt, so die TT. Zudem lagen Geldscheine neben dem Toten im Stiegenhaus eines Wohngebäudes in der Kranebitter Allee.
Bei dem Bargeld könnte es sich um Einnahmen aus Drogengeschäften handeln. Warum einige der Geldscheine zerrissen waren, ist noch völlig unklar.
Ein Anrainer hatte den leblosen Mann am Mittwochvormittag auf der Stiege eines Wohnhauses an der Kreuzung Kranebitter Allee/Speckweg entdeckt und die Polizei alarmiert.
Als die Polizisten eintrafen, war der Marokkaner bereits tot. Weil die Todesursache zunächst völlig unklar war und Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden konnte, übernahm die Kripo die Ermittlungen.
Dabei stellte sich heraus, dass der etwa 25-Jährige als sogenannter "Läufer" in der Drogenszene bekannt war. Damit sind Kleindealer gemeint, die Suchtgift in kleinen Mengen auf der Straße direkt an Konsumenten verkaufen.