Mann (52) muss nach Attacke mit Hacke ins Gefängnis

Der Beschuldigte im Saal 132 im Linzer Landesgericht
Der Beschuldigte im Saal 132 im Linzer LandesgerichtW.M.
Er soll einem Lenker eine Spitzhacke nachgeworfen und Polizisten mit dem Tod bedroht haben. Ein 52-Jähriger wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Ohne Handschellen aber in Begleitung einer Justizwachebeamtin kam der Angeklagte (52) am Dienstag in den Saal 132 im ersten Stock des Landesgerichts. Der Beschuldigte, der seit September in U-Haft sitzt, war mit Jogginghose und Kapuzenpullover bekleidet.

Der Angeklagte aus einem kleinen Örtchen im Bezirk Freistadt soll einem 53-jährigen Autofahrer eine Spitzhacke nachgeworfen haben. Und das alles nur, um seinen "Kontrahenten", der mit dem Wagen im Bereich seiner Hauseinfahrt stand, zu nötigen schneller zu fahren oder auszuweichen - wir berichteten.

Die herbeigerufenen Polizisten hat er laut Anklage dann mit dem Umbringen bedroht. Laut Staatsanwaltschaft habe er gesagt: "Wenn ihr nicht von meinem Grundstück verschwindet, erschlage ich euch mit der Hacke." Er soll zudem mit einem Ziegelstein auf die Einsatzkräfte gezielt haben.

Verwahrungsraum mit Kot beschmiert

Auf der Polizeiinspektion in Freistadt randalierte der Beschuldigte laut Anklageschrift dann weiter. Demnach soll er den Verwahrungsraum, in dem er untergebracht war, mit Kot verunreinigt haben. Konkret habe er mit den Exkrementen die Wände beschmiert. Das alles hatte sich bereits am 1. September dieses Jahres ereignet. Seither saß der amtsbekannte Mann in U-Haft.

Am Dienstag folgte schließlich die Verhandlung. Der Beschuldigte musste sich wegen Nötigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung verantworten. Der Strafrahmen betrug bis zu drei Jahre Haft.

Letztendlich verurteilte die Richterin den Beschuldigten zu 18 Monaten Gefängnis (sechs davon unbedingt). Das Urteil ist rechtskräftig.

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