Mann droht Abschiebung, weil er im Auto masturbierte

Australiens Abschiebegesetze gehören zu den strengsten der westlichen Welt.
Australiens Abschiebegesetze gehören zu den strengsten der westlichen Welt.Getty Images
Ein junger Mann glaubte sich alleine und vergnügte sich in seinem Wagen. Er wurde jedoch erwischt und könnte jetzt abgeschoben werden.

Wie ABC News berichtet, droht einem Mann derzeit die Abschiebung, nachdem er 2021 beim Masturbieren allein in seinem Auto erwischt wurde. Der Nepalese zog 2015 nach Tasmanien (Australien) und arbeitete als Lebensmittellieferant. Eines Morgens, als der Mann seine Schicht früh beendete, fuhr er in den Rosny Park. Er schaute sich um und in der Annahme, dass niemand in der Nähe sei, begann er in seinem Fahrzeug Hand an sich zu legen.

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Register für Sexualstraftäter

Kurz darauf näherte sich jedoch ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung seinem Auto, um den Mann darauf hinzuweisen, dass er dort nicht parken könne. Als der Beamte an sein Fenster klopfte, erkannte er schnell, was Sache ist und forderte ihn auf zu verschwinden. Der Mann fuhr sofort weg – wurde später jedoch festgenommen und musste sich einer Risikobewertung durch die Community Corrections Tasmania (CCT) unterziehen, um festzustellen, ob er erneut straffällig werden könnte. Das CCT kam zu dem Ergebnis, dass bei dem Mann ein mittleres Risiko für eine erneute Straftat bestehe und er daher in das Register für Sexualstraftäter aufgenommen werden könnte. In diesem Fall könnte dem Migranten die Abschiebung drohen.

Der Anwalt des Mannes wandte sich jedoch an zwei klinische Psychologen, die den Bericht des CCT widerlegten und ein erneutes Risiko als "weit hergeholt" bezeichneten. Die Risikobewertung hätte niemals auf den Mann hätte angewandt werden dürfen.

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Strenge Abschiebegesetze

Australiens Abschiebegesetze gehören zu den strengsten der westlichen Welt. Seit die Regierung im Jahr 2014 Abschnitt 501 des Migrationsgesetzes eingeführt hat – wonach Nicht-Staatsbürgern ein Visum verweigert werden kann, wenn sie einen "Charaktertest" nicht bestehen – wurden rund 10.000 Menschen abgeschoben. Im Jahr 2019 verschärfte die Regierung diese Gesetze, indem sie einen neuen Abschnitt mit "bestimmten Straftaten" hinzufügte, wodurch mehr Migranten den Test nicht bestanden. In den Jahren 2020-21 wurden 946 Visa nach Abschnitt 501 annulliert, wobei Drogendelikte der häufigste Grund waren.

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