Brutales Verbrechen

Mann in Donau ertränkt – 20 Jahre und lebenslange Haft

Nach dem gewaltsamen Tod eines 37-Jährigen auf der Donauinsel sind zwei Männer am Wiener Landesgericht wegen Mordes schuldig gesprochen worden.
Wien Heute
22.07.2026, 15:56
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Ein brutales Verbrechen auf der Wiener Donauinsel hat am Mittwoch vor dem Landesgericht Wien seinen Abschluss gefunden. Zwei Männer wurden wegen Mordes an einem 37-jährigen Rumänen schuldig gesprochen. Einer fasste 20 Jahre Haft aus, der zweite wurde aufgrund seiner Vorstrafen zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Opfer zusammengeschlagen und ertränkt

Die Tat ereignete sich im August 2025. Das spätere Opfer hatte sich zu drei Wohnungslosen auf der Donauinsel gesellt. Gemeinsam wurde Alkohol konsumiert. Während eine 46-jährige Frau schlief, sollen die beiden Angeklagten den Mann zunächst zusammengeschlagen und anschließend zur Neuen Donau geschleift haben.

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Laut Anklage wurde der 37-Jährige bewusstlos geprügelt und danach unter Wasser gedrückt, bis er ertrank. Erst mehrere Tage später entdeckte ein Spaziergänger die bereits stark verweste Leiche in der Neuen Donau und alarmierte die Polizei.

Die beiden Männer sollen gemeinsam die Leiche entsorgt haben.
Denise Auer
„Für mich ist es unfassbar, weil ich es ihm eigentlich nicht zutraue“
Zeugin (46)vor Gericht

Vor Gericht sagte die 46-Jährige als Zeugin aus. Sie war damals mit dem älteren der beiden Angeklagten liiert und zeigte sich von den Vorwürfen tief erschüttert: "Für mich ist es unfassbar, weil ich es ihm eigentlich nicht zutraue", sagte die Frau. Ihr damaliger Freund sei nie gewalttätig gewesen. "Ich habe ihn nie aggressiv erlebt."

Nach ihren Angaben hatte ihr der Mann nach der Tat erzählt, sein Landsmann habe das Opfer "ins Wasser getaucht, bis er nicht mehr geatmet hat". Er selbst habe dabei "helfen wollen". Die Zeugin schilderte auch, wie belastend die Situation für sie sei. "Ich habe ihn nämlich wirklich geliebt."

Angeklagte bestreiten Mord

Die beiden Angeklagten bestritten den Mordvorwurf. Der 44-Jährige verweigerte die Aussage. Sein 43-jähriger Landsmann räumte zwar ein, auf das Opfer eingeschlagen zu haben, bestritt aber, selbst für dessen Tod verantwortlich zu sein. Er erklärte, der Mitangeklagte habe den bewusstlosen Mann lediglich "waschen" wollen und ihn deshalb ins Wasser gezogen. Dort habe dieser den 37-Jährigen "so lange unter Wasser gehalten, bis er aufgehört hat, sich zu bewegen".

Ein gerichtsmedizinisches Gutachten zeichnete jedoch ein klares Bild. Der Tote wies zahlreiche schwere Verletzungen auf, darunter 14 Rissquetschwunden am Kopf sowie mehrere Knochenbrüche. Diese Verletzungen wären laut Gutachter bei rechtzeitiger medizinischer Versorgung zwar überlebbar gewesen. Die eigentliche Todesursache war jedoch eindeutig das Ertrinken.

Die Staatsanwältin schilderte den Geschworenen den Tatablauf eindringlich: "Sie haben ihr ohnmächtiges Opfer so lange unter Wasser getaucht, bis der Mann ertrunken ist."

Die Geschworenen folgten am Mittwoch dieser Darstellung und sprachen beide Angeklagte des Mordes schuldig. Während einer eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren erhielt, wurde der zweite wegen seiner Vorstrafen zu lebenslanger Haft verurteilt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.07.2026, 15:56