Jugendbanden auf Vormarsch

"Mir reicht es jetzt!" – Bezirkschef platzt der Kragen

Jugendbanden machen Wien unsicher. Oft sind den Behörden die Hände gebunden, da die Täter nicht strafmündig sind. Bezirksvorsteher fordern Maßnahmen.
Newsdesk Heute
22.07.2026, 11:33
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Die Stadt Wien sieht sich mit steigender Jugendkriminalität konfrontiert. Immer wieder dominieren grausige Bluttaten die Schlagzeilen. Die Täter werden dabei immer jünger und sind teils sogar strafunmündig. Ein Beispiel dafür ist der schockierende Vorfall vom 9. Juli im Wielandpark in Wien-Favoriten. Dabei stach ein 12-Jähriger auf drei Jugendliche ein. Ein Bursch (15) wurde lebensgefährlich verletzt.

Leider sind Szenen wie diese längst keine Seltenheit mehr. Wie "Heute" berichtete, gehört der Wielandpark neben dem Reumannplatz, dem Keplerplatz und dem Sonnwendviertel zu den Hotspots für Jugendbanden. Die Probleme breiten sich aber längst auf nahezu die ganze Hauptstadt aus. So sorgte ein einzelner Jugendlicher unter 14 Jahren in Wien-Brigittenau bereits für 270 Straftaten.

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"Kann nicht mehr weitergehen"

Auch in den bürgerlichen Bezirken wie Währing und Döbling haben die kriminellen Jugendlichen längst Einzug gehalten. Laut der grünen Bezirksvorsteherin von Währing, Silvia Nossek, seien es einzelne Teenager, die für Unruhe sorgen würden. Sie wären oft im Volksschul- oder Unterstufenalter. Das Fazit der Bezirksvorsteherin: "So kann es nicht mehr weitergehen."

In Döbling kämpft man vor allem an den Schulen mit den jungen Unruhestiftern. "Mir reicht es jetzt! Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass man Probleme schönredet. Sondern, dass man hinschaut, Probleme anspricht, handelt und dranbleibt!", sagt der Döblinger Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP). Dieser Meinung schließen sich einige seiner Kollegen an und fordern nun Maßnahmen.

Ruf nach mehr Polizei

Laut dem Chef der Wiener Volkspartei und Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, Markus Figl, hätte man auch in seinem Bezirk mit diesbezüglichen Beschwerden zu kämpfen. In der "Krone" forderte er daher ein Gesamtkonzept für die Stadt. Die "Auszeit-WG" für strafunmündige Intensivtäter, die übrigens noch immer auf sich warten lässt, sei lediglich "eine reine Symptombekämpfung", so Figl.

Aber auch Parteikollegen von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) äußern leise Kritik. Gegenüber der "Krone" fordert der Bezirksvorsteher der Donaustadt, Ernst Nevrivy (SPÖ), mehr Polizei. "Wien und auch die Donaustadt brauchen dringend zusätzliche Polizisten. Nur so kann das Sicherheitsgefühl bei der Bevölkerung gestärkt werden", so der Bezirkschef.

In den Bezirken Landstraße, Margareten und Ottakring spricht man hingegen zwar von einzelnen Vorfällen, aber nicht von einer flächendeckenden Bandenproblematik. Von den bekannten Hotspots sei man weit entfernt.

In Wien-Simmering – wo dann auch die "Auszeit-WG" beheimatet sein soll – hat man laut Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ) bereits mit Problemen wegen der Sonderanstalt für den Jugendvollzug zu kämpfen. Seit diese im Jahr 2025 in Betrieb genommen wurde, sei man mit neuen Herausforderungen und unvorhersehbaren Konflikten konfrontiert.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.07.2026, 12:13, 22.07.2026, 11:33