Am Wiener Landesgericht wird heute der Mordprozess um den Tod eines 37-jährigen Obdachlosen auf der Donauinsel fortgesetzt. Zwei polnische Staatsbürger müssen sich wegen Mordes verantworten.
Der Prozess war Mitte Mai vertagt worden, nachdem eine zentrale Zeugin unentschuldigt nicht erschienen war. Laut Anklage soll ihr der Erstangeklagte die Tat gestanden haben. Er selbst machte am ersten Prozesstag keine Angaben zu den Vorwürfen. Der Zweitangeklagte räumte ein, auf das Opfer eingeschlagen zu haben. Den Mordvorwurf weist er jedoch zurück.
Nach der Anklage sollen die beiden Angeklagten ihren 37-jährigen Landsmann aus dem Obdachlosenmilieu im August 2025 unter der Nordbrücke auf der Donauinsel zunächst brutal zusammengeschlagen und anschließend in der Neuen Donau ertränkt haben.
Als Motiv nennt die Anklage Eifersucht. Demnach sollen alle drei Männer zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert gewesen sein. Im Fall eines Schuldspruchs droht den beiden Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe.