Mann soll Missbrauch an 12-Jähriger gefilmt haben

Der freigesprochene Angeklagte mit Anwalt Andreas Reichenbach.
Der freigesprochene Angeklagte mit Anwalt Andreas Reichenbach.Bild: Daniel Schreiner
Ein junger Mann soll eine erst 12-Jährige sexuell missbraucht haben, kam in U-Haft und musste am Donnerstag in Krems auf die Anklagebank. Der 21-Jährige soll sein Opfer auch gefilmt haben.
Heikler Missbrauchsprozess am Donnerstag in Krems: Eine 12-Jährige aus dem Waldviertel durfte nach der Sommersportwoche Anfang September bei einer Freundin (13) übernachten. Die 13-Jährige wiederum sagte ihrer Mutter, dass sie bei der 12-Jährigen übernachte.

In Wahrheit fuhren die Mädels in die Stadt zum Lover (17) der 13-Jährigen. Dort waren noch zwei Männer, in der Nacht waren die 12-Jährige und ein 21-Jähriger alleine im Zimmer. Der 21-Jährige soll das Mädchen bedrängt haben, wollte laut Anklage Geschlechtsverkehr und soll versucht haben, dem Opfer Hose und Shirt auszuziehen. Teilweise wurden die Szenen gefilmt und später Bekannten gezeigt. Einer aus der Clique erstattete Anzeige, der 21-jährige Staatenlose kam in U-Haft („Heute" berichtete).

Knapper Freispruch

Vor Gericht in Krems gab es zwar mehrere Anhaltspunkte für einen Missbrauch, das Video entlastete den Flüchtling. "Denn es war nur zu sehen, wie mein Mandant die Frau ohne Gewalt an Hals und Dekolletee küsste. Und somit fand keine sexuelle Handlung statt."

Der Schöffensenat entschied nach rund neun Stunden Verhandlung knapp: Freispruch im Zweifel für den 21-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, das Urteil ist somit nicht rechtskräftig. (Lie)

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