Das belgische Ehepaar (73 und 71) startete im Zuge der Begehung des Stubaier Höhenweges auf der 2. Etappe von der Innsbrucker Hütte in Richtung Bremer Hütte. Im Bereich des Überganges bei der Pramarnspitze (2.512 Meter) entglitt dem 71-jährigen Mann um circa 16.00 Uhr der Fotoapparat und fiel im felsdurchsetzten Wiesengelände Richtung Tal.
Die beiden Wanderer stiegen noch einige Weg-Serpentinen talwärts, um den Fotoapparat zu suchen. Als der Mann schließlich den Weg verließ, um das steile Gelände zu queren, verlor ihn seine Frau aus den Augen. In diesem Moment dürfte der Mann ausgerutscht und in der Folge knapp 150 Meter abgestürzt sein. Bei dem Sturz erlitt der Mann tödliche Verletzungen.
Seine Ehefrau, die keinen Kontakt zu ihrem Mann hatte, getraute sich aufgrund des ausgesetzten Geländes nicht, nach ihm zu suchen. Erst als nach rund einer Stunde eine Wandergruppe vorbeikam, konnte die Rettungskette in Gang gesetzt werden, nachdem einige Mitglieder der Gruppe so weit weitergegangen waren, bis sie Handyempfang hatten.
Die Besatzung des NAH entdeckte gegen 17.50 Uhr schließlich den abgestürzten Mann. Die Leiche wurde vom Polizeihubschrauber geborgen und nach Gschnitz geflogen. Die schwer geschockte Frau wurde vom NAH geborgen und im Tal von einem Kriseninterventionsteam der Rettung betreut.