Mann tötete Ex mit 7, deren Mutter mit 3 Schüssen

Frauenmord in Salzburg
Frauenmord in SalzburgBARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Jener Schütze, der zwei Frauen in Salzburg getötet haben soll, zeigte sich bei der  Einvernahme geständig. Ein Streit sei der Tat vorausgegangen. 

Am Freitag wurden neue Details zum Doppelmord in Salzburg bekannt. Wie das Landeskriminalamt Salzburg mitteilte, dürfte der 51-jährige Schütze, für den gerichtlich unbescholtenen gilt die Unschuldsvermutung, insgesamt zehn Schüsse auf seine Opfer abgegeben haben. In den Morgenstunden nach dem Blutbad dürfte es einem Polizeibeamten gelungen sein, den Verdächtigen von Selbstmordgedanken abbringen zu können. 

Die bisherigen Ermittlungen des Landeskriminalamtes Salzburg ergaben, dass der 51-jährige österreichische Beschuldigte am späten Abend des 5. Mai 2021 in der Gemeinde Wals-Siezenheim die 76-jährige Mutter seiner ehemaligen Lebensgefährtin durch drei Schüsse und seine ehemalige 50-jährige Lebensgefährtin durch sieben Schüsse tötete.

Schüsse aus Ex für Schützen "unerklärlich"

Nachdem er am 5. Mai 2021, gegen 23:30 Uhr zum Haus der 50-Jährigen gefahren war, kam es dort zu einem vorerst verbalen Streitgespräch mit der 76-Jährigen. Da diese ihn in weiterer Folge körperlich attackiert haben soll, zog er seine Faustfeuerwaffe und schoss damit aus kurzer Distanz auf die Frau. Danach gab er, aus ihm unerklärlichen Gründen, die Schüsse auf seine ehemalige Lebensgefährtin ab.

Nach der Tat entschloss er sich laut eigener Aussage zur Flucht und fuhr mit seinem Pkw auf direktem Weg zum Wolfgangsee. Von dort führte er mehrstündige Gespräche mit Angehörigen und der Polizei, wobei er den Ablauf der Tat schilderte und einen Suizid ankündigte. Den Polizisten gelang es in diesen Gesprächen, ihn zu lokalisieren und von seinen Suizidabsichten abzubringen, sodass er in den Morgenstunden des 6. Mai 2021 von Kräften des Einsatzkommandos Cobra widerstandlos festgenommen werden konnte.

Grundsätzlich geständig

Die beiden mitgeführten Faustfeuerwaffen wurden sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete die Obduktion der Leichen und die richterlich bewilligte Festnahme des Beschuldigten an. Bei den Obduktionen, welche noch am Donnerstag vorgenommen wurden, stellten die Gerichtsmediziner die Schussverletzungen als Todesursachen fest. Der 51-jährige Beschuldigte zeigte sich bei seiner Vernehmung am Donnerstag grundsätzlich geständig. Er wird nach Abschluss aller Maßnahmen am Freitag in die Justizanstalt Salzburg überstellt.

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