Hirnfressende Amöben infizieren Badegast – tot

Ein Mann aus dem US-Bundesstaat North Carolina ist bei seinem Besuch in einem Erlebnisbad von hirnfressenden Amöben infiziert worden – jetzt ist er tot.
Es gibt Dinge, die man sich lieber nicht bildlich vorstellt. Dieser Vorfall gehört definitiv dazu: Eddy Gray (59) hatte am 12. Juli den Fantasy Lake Water Park besucht. Beim Schwimmen in dem künstlich angelegten See dürfte er auch mit dem Kopf untergetaucht sein. Kurze Zeit später fühlte sich der Amerikaner schlecht, wurde krank und verstarb.

Parasiten fraßen sich durch Hirnzellen

Beim Baden gelangten nämlich mit dem Wasser auch parasitäre Einzeller vom Typ Naegleria fowleri in die Nase des 59-Jährigen und von da aus weiter in sein Gehirn, wie die Gesundheitsbehörde von North Carolina (NCDHHS) am Donnerstag mitteilt. Im Gehirn angekommen, griffen die Amöben das Zellgewebe an.

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Diese gruseligen Parasiten finden sich vorrangig im aufgewärmten, seichten Wasser von Seen, Flüssen und Schwimmbecken. Sie können nur über die Nase in das Gehirn eindringen, das Verschlucken von kontaminiertem Wasser ist hingegen ungefährlich, informiert die US-Seuchenschutzbehörde CDC.

Innerhalb einer Woche tödlich

Für die Patienten beginnt eine Infektion mit schmerzhaften Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen, die innerhalb einer Woche in eine Versteifung der Nackenmuskulatur, Anfälle und Koma übergehen und durch eine eitrige Hirnhautentzündung ein fatales Ende nehmen.

Zum Glück gilt Naegleria fowleri als extrem selten. Ist man allerdings einmal infiziert, gibt es kaum eine Überlebenschance, wie die Statistik zeigt: In den vergangenen fünfzig Jahren wurden in den USA nur 145 Infektionsfälle bekannt, nur vier der Patienten kamen mit ihrem Leben davon.

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(rcp)

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