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Mann wird nach Cyber-Mobbing an Kanada ausgeliefert

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:29

Der Freitod der 15-jährigen Amanda Todd erschütterte im Jahr 2012 viele Menschen. Das Video, das sie kurz vor ihrem Suizid veröffentlichte, wurde millionenfach angeklickt. Sie wurde von einem Mann mit Nacktfotos erpresst und an den digitalen Pranger gestellt. Nun hat ein Gericht entschieden, dass der Täter von den Niederlanden nach Kanada ausgeliefert wird.

Der . Das Video, das sie kurz vor ihrem Suizid veröffentlichte, wurde millionenfach angeklickt. Sie wurde von einem Mann mit Nacktfotos erpresst und an den digitalen Pranger gestellt. Nun hat ein Gericht entschieden, dass der Täter von den Niederlanden nach Kanada ausgeliefert wird.

Als 12-jähriges Mädchen entblößte sich Amanda vor einer Webcam in einem Chat vor einem Fremden. Dieser unbedachte Moment hatte weitreichende Folgen für sie. Der Mann erpresste mit den Fotos, wollte mehr von ihr sehen. Als das nicht passierte, veröffentlichte er die Bilder später im Netz.

Amanda wurde daraufhin an ihrer Schule gemobbt, begann sich zu ritzen und verübte einen nicht erfolgreichen Selbstmordversuch. Am 7. September veröffentlichte sie einen Video-Hilferuf, in dem sie mit handgeschriebenen Zetteln auf ihr Leiden aufmerksam machte. Etwas mehr als einen Monat später beging sie schließlich Selbstmord.

Auslieferung an Kanada

Ein Amsterdamer Gericht hat am Dienstag nun entschieden, dass Ayden C. (38), jener Mann, der Todd erpresst und damit in den Selbstmord getrieben hat, an Kanada ausgeliefert werden kann. Ihm werden unter anderem Erpressung und das Anfertigen von kinderpornografischem Material vorgeworfen. Er bestreitet alle Vorwürfe.

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