Es ist ein Abschied, der besonders berührt. Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren in seiner Wohnung in Paris gestorben – still und im engsten Kreis.
Gefunden wurde er von seiner Ehefrau Monique (81).
Sie war es, die ihn am Mittwochvormittag leblos im gemeinsamen Schlafzimmer entdeckte. Ein Moment, der kaum schwerer vorstellbar ist. Denn Monique war nicht nur seine Frau – sie war über Jahrzehnte hinweg seine engste Vertraute.
Bis zuletzt wich sie nicht von seiner Seite.
Die beiden verband eine außergewöhnliche Liebesgeschichte. Kennengelernt hatten sie sich Ende der 1960er-Jahre in Spanien – über Umwege, durch eine gemeinsame Freundin: Filmikone Brigitte Bardot. Wenige Monate später trafen sie sich in Rom wieder – dort funkte es endgültig.
Doch ihre Beziehung war kein klassisches Märchen.
"Siebzehn Jahre war es ein Hin und Her", erinnerte sich Mario Adorf selbst. Ein langes Kennenlernen, ein Ausprobieren, bis sie schließlich heirateten. Danach waren sie unzertrennlich.
Monique blieb bis zum Schluss an seiner Seite. Auch in seinen letzten Tagen.
Neben ihr hinterlässt der Schauspieler seine Tochter Stella und Enkel Julius. Doch es ist vor allem diese große, späte Liebe, die sein Leben geprägt hat.