Seit dem Ende der letzten Saison ist Helmut Marko in der Formel-1-Pension. Der 83-Jährige hat sein Amt als Motorsport-Berater von Red Bull niedergelegt, nahm Abschied von dem Team, das er seit dem Formel-1-Einstieg vor nunmehr 21 Jahren mitaufgebaut hatte. Marko gilt als Entdecker von Stars wie Sebastian Vettel und Max Verstappen, gilt als "Mastermind" hinter dem Bullen-Erfolg.
Eigentlich ist der Grazer erst im April als Botschafter für das Grand-Prix-Spektakel von Spielberg vorgestellt worden. Trotzdem fehlt Marko am Rennwochenende in der Obersteiermark. Bereits die letzten Rennen hatte Marko vor dem TV-Bildschirm verfolgt, sich eine Art "Kommandozentrale" mit Zeitmonitoren einrichten lassen.
"Ich denke nicht, dass er kommt. Zumindest hat er mir das so gesagt", erklärte auch Vierfach-Weltmeister Verstappen vor dem Start ins Rennwochenende. Marko galt als Förderer und Vertrauensmann des Niederländers. Das ließ jedenfalls Spekulationen aufkommen.
So stellte etwa die "Bild" in den Raum, dass Marko ein Aufeinandertreffen mit den Red-Bull-Granden – genauer gesagt mit Erbe Mark Mateschitz, Mehrheitseigentümer Chalerm Yoovidhya und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff – um jeden Preis vermeiden wolle. Zwar war stets erklärt worden, dass sich der Grazer freiwillig zurückziehe, doch dass sein Abschied tatsächlich so freiwillig zustande kam, wird immer wieder angezweifelt. Es hatte geheißen, Red Bull wolle den Neustart vollziehen. Ex-Teamchef Christian Horner hatte schon Mitte 2025 gehen müssen, Marko dann am Jahresende.
Bestätigt ist dies freilich nicht. "Ich gehe niemandem aus dem Weg", hatte Marko die Spekulationen gegenüber "F1 Insider" zurückgewiesen. Dass der Botschafter des Renn-Spektakels bei seinem Heim-Grand-Prix nicht auftaucht, ist trotzdem überraschend.