Die Zukunft von Max Verstappen bei Red Bull bleibt eines der heißesten Themen der Formel 1. Ausgerechnet vor dem Österreich-Grand-Prix in Spielberg (Sonntag, 15 Uhr) nehmen die Gerüchte um einen möglichen Abschied des Niederländers wieder Fahrt auf.
Der Grund: Die "Bullen" stecken im Mittelfeld fest. Statt um Siege kämpft Verstappen aktuell nur um Schadensbegrenzung. In den ersten sieben Saisonrennen schaffte es der vierfache Weltmeister lediglich einmal aufs Podium. In der WM liegt der 28-Jährige nur auf Rang sieben.
Verstappens Manager Raymond Vermeulen bekräftigte zwar den Wunsch, die Karriere bei Red Bull zu beenden. Gleichzeitig machte er aber klar, dass Erfolg die Voraussetzung dafür ist.
"Wir möchten den Weg mit Red Bull weitergehen und Max seine Karriere hier beenden – aber natürlich mit der Möglichkeit zu gewinnen", sagte Vermeulen gegenüber der "Sport Bild".
Zudem bestätigte der Niederländer, dass Verstappen über eine Ausstiegsklausel verfügt. "Wir haben aber nie eine eingelöst. Im Gegenteil. Wir waren immer loyal und werden es auch bleiben", betonte er.
Gerüchten zufolge könnte Verstappen den Vertrag trotz Laufzeit bis Ende 2028 bereits zum Jahresende verlassen. Voraussetzung dafür soll sein, dass er zur Sommerpause keinen Spitzenplatz in der WM-Wertung innehat.
Beim Heimspiel in Spielberg setzt Red Bull nun alles auf eine Karte. Laut der niederländischen Zeitung "Telegraaf" bringt der Rennstall sein bisher größtes Upgrade-Paket der Saison an den Start. Außerdem wurde das Gewicht des RB22 auf das vorgeschriebene Minimum reduziert.
Teamchef Laurent Mekies sprach zuletzt sogar scherzhaft von einer notwendigen "Diät" für das Auto.
Formel-1-Legende Gerhard Berger sieht Verstappen in einer ungewohnten Situation. "Es wäre wünschenswert, wenn Max diese Rolle annehmen würde", sagte der Tiroler über die aktuelle Jägerrolle des Weltmeisters.
Trotz der sportlichen Krise glaubt Berger nicht an einen langfristigen Absturz des Teams. "Die Historie zeigt, dass Red Bull immer am Drücker bleibt und auch wieder Rennen gewinnen wird."
Ob Verstappen bis dahin Geduld hat, bleibt allerdings die große Frage. In Spielberg könnte sich zeigen, ob Red Bull die Wende schafft – oder die Abschiedsgerüchte um seinen Superstar weiter an Fahrt gewinnen.