Altmeister Lewis Hamilton jubelte mit 41 Jahren über seinen ersten Sieg in der Ferrari-Ära. Mercedes verspielte in Barcelona nicht nur eine Doppelführung, sondern musste mit dem Aus von WM-Leader Kimi Antonelli vier Runden vor dem Ende einen bitteren Rückschlag einstecken.
Teamchef Toto Wolff schüttelte den Kopf: "Es war ein scheiß Rennen, muss ich sagen. Man kann keine Meisterschaften gewinnen, wenn man ausfällt. Wir haben Zeit verpasst, indem wir die beiden gegeneinander racen ließen. Das hat uns das Rennen gekostet. Das müssen wir überdenken, weil jetzt haben wir einen echten Gegner."
Antonelli und Russell lieferten sich schon in der ersten Rennhälfte einen harten Kampf um die Führung. Das kostete am Ende, mit Hamilton im Rückspiegel, beide Zeit. Mercedes versuchte Dampf aus dem Kessel zu nehmen, holte beide mit einer Runde Abstand, an die Box. Dann schied Fernando Alonso im Aston Martin aus – Hamilton bekam unter virtuellem Safety-Car seinen Stopp so förmlich geschenkt und ging in Führung.
Russell und Antonelli blieb nur mehr der Kampf um Platz zwei. Mit dem Überholmanöver im Finish schien der junge Italiener erneut an seinem Teamkollegen vorbeizuziehen und den Abstand in der WM auf Russell weiter zu vergrößern – nur wenige Momente später rollte er stattdessen auf dem Rasen aus.
Was war passiert? Wolff klärte auf: Beim Ausfall handelt es sich um ein technisches Gebrechen. Antonelli hatte keine Chance.
Hamilton siegte vor Russell und Lando Norris, der im McLaren ein Podium erbte. Hamilton verkürzte im WM-Titelkampf auf 41 Zähler Rückstand auf Antonelli, Russell schob sich wieder bis an 50 Punkte an seinen Kollegen heran.