Vier Runden vor Ende des großen Preises von Barcelona überflügelt Kimi Antonelli seinen härtesten WM-Widersacher: Mercedes-Kollege George Russell. Nachdem dem Duo zuvor unglückliches Timing einer Safetycar-Phase die Doppelführung gekostet und Lewis Hamilton im Ferrari an die Spitze gespült hat, liefern sich die beiden "Silberpfeile" einen erbitterten Kampf um Platz zwei.
Zunächst mit dem scheinbar besseren Ende für Antonelli. Der italienische Youngster überholt Russell geschickt in Kurve eins und hat beste Karten auf den zweiten Platz. Nur wenige Momente später liefert der 19-Jährige gänzlich andere Bilder. Antonelli rollt aus. Auf dem Frontflügel seines Boliden sind deutliche Schäden ersichtlich. Das Rennen ist für ihn gelaufen.
Hamilton siegt vor Russell und Lando Norris, der im McLaren ein Podium erbt. Hamilton verkürzt im WM-Titelkampf auf 41 Zähler Rückstand auf Antonelli, Russell schiebt sich wieder bis an 50 Punkte an seinen Kollegen heran. Die Konkurrenz spürt also im bisher so einseitigen WM-Fight wieder Rückenwind.
Für Hamilton ist es ein historischer Erfolg. Sein siebenter Sieg in Barcelona war zugleich der erste für Ferrari, nachdem es zu Beginn seiner Ära mit der Scuderia alles andere als nach Wunsch verlaufen war. In den vergangenen Wochen zeigt die Formkurve für ihn und das Team steil nach oben.
Teamchef Toto Wolff: "Es war ein scheiß Rennen, muss ich sagen. Man kann keine Meisterschaften gewinnen, wenn man ausfällt. Wir haben Zeit verpasst, indem wir die beiden gegeneinander racen ließen. Das hat uns das Rennen gekostet. Das müssen wir überdenken, weil jetzt haben wir einen echten Gegner."
Der Wiener klärt zudem auf: Beim Ausfall handelt es sich um ein technisches Gebrechen.