Diese Meldung kam dann doch etwas überraschend. In der Formel 1 rast zwar Mercedes mit sechs Siegen aus sechs Rennen der Konkurrenz davon. Doch Messungen aller Formel-1-Motoren, durchgeführt durch den Motorsport-Weltverband FIA, ergaben, dass nicht die "Silberpfeile", sondern Red Bull den stärksten Verbrennungsmotor hat.
Im Rahmen des sogenannten ADUO-Systems dürfen nun alle anderen Teams ihren Motor updaten – Mercedes einmal, Ferrari, Audi und Honda dürfen sogar zwei Updates am Motor bringen, denn der Red-Bull-Antrieb wurde als Benchmark festgehalten und quasi "eingefroren". Alle anderen Teams hätten demnach Upgrades im Wert von drei Millionen US-Dollar vornehmen dürfen – ohne, dass diese Kosten dem fixen Budget angerechnet werden.
Das hat Red Bull freilich nicht gefallen. Der Grund: Die FIA beurteilte dabei lediglich den V6-Verbrennungsmotor, nicht allerdings das Gesamtpaket mit Elektromotor und Batteriesystem. Und das sieht Mercedes klar vorne. Die Bullen haben jedenfalls laut "The Race" bei der FIA eine erfolgreiche Beschwerde eingelegt.
Demnach wolle sich die FIA die Ergebnisse der Motorenmessungen noch einmal ganz genau anschauen, heißt es – zumindest ein Teilerfolg für den Rennstall von Vierfach-Weltmeister Max Verstappen. Unklar ist ohnehin, wie die FIA die Motoren genau gemessen hat, das solle demnach auch nicht öffentlich bekannt gegeben werden, um zu verhindern, dass einzelne Teams spezielle "Tricks" entwickeln, um den Motor bei Leistungstests nicht so stark aussehen zu lassen. Es hält sich ohnehin hartnäckig das Gerücht, dass Mercedes noch einige Reserven im Motor habe.
Nun ist jedenfalls die FIA am Zug. Was am Ende herauskommt, ist offen.