Marriott: Daten von 500 Mio. Hotelgästen geklaut

Die weltberühmte Hotelkette Marriott wurde von Hackern angegriffen. Mehr als 500 Millionen Kunden sind betroffen.
Das Ausmaß des Datenklaus bei Marriott ist unfassbar. Es ist einer der größten Hackerangriffe der Geschichte. Mehr als 500 Millionen Kunden sind betroffen.

Die Cyberattacke soll laut Informationen der Hotelkette schon 2014 begonnen haben. Erstmals auf Probleme aufmerksam wurde man am 8. September 2018. Am 19. November wurde das Datenleck schließlich entdeckt. Gestohlen wurden demnach u.a. Daten von Kreditkarten und Bankkonten von den Hotelgästen.

Die Hacker sollen sich Zugriff zu hochsensiblen Daten verschafft haben – darunter Namen, Adressen, Telefonnummern, Mail-Adressen, Ausweisnummer, Geburtsdaten, Reisepassnummer, Buchungsdaten und bei manchen eben auch Kreditkarten- und Bankkontodaten. Laut Marriott seien die Daten zwar verschlüsselt gewesen, ob die Hacker die Daten entschlüsseln konnten, ist unklar.

"Marriott hat diesen Vorfall den Strafverfolgungsbehörden gemeldet und steht weiterhin deren Untersuchung zur Seite. Wir haben bereits die Benachrichtigung der Aufsichtsbehörden aufgenommen", heißt es.

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Konkret haben die Angreifer auf die Starwood-Reservierungsdatenbank, mit der die Kette arbeitet, zugegriffen. Mit jener Datenbank arbeiten auch andere Hotelketten, darunter W Hotels, Le Méridien Hotels & Resorts sowie Sheraton.

Marriott besitzt weltweit rund 6.700 Hotels, in Europa sind es 640 – 20 davon in Österreich. Ab dem 6. Dezember werden betroffene Hotelgäste per Mail informiert. "Wir bedauern den Vorfall zutiefst", lässt Geschäftsführer Arne Sorenson ausrichten.

Marriott hat ein spezielles Callcenter eingerichtet, um Fragen zum Vorfall rund um die Uhr zu beantworten. Auf der Website informiert die Hotelkette zudem ausführlich über den Angriff und die nächsten Schritte. (red)

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