Marschmusik und jubelnde Kinder für Van der Bellen

Die österreichische Delegation wurde im Reich der Mitte mit allen Ehren empfangen. "Sie haben den Frühlingswind gebracht", schmeichelt Xi Jinping.
Die Garde stand stramm, eine Kinderschar zum Radetzky-Marsch – der österreichischen Delegation in China wurde ein herzlicher Empfang bereitet. Auch Präsident Xi Jinping gibt sich zur Begrüßung schmeichelhaft: "Sie haben den Frühlingswind gebracht". Van der Bellen spielt den Ball weiter: "Der März in Wien war kalt, hier grünen die Bäume. Wir freuen uns darüber."

Zum offiziellen Empfang am heutigen Sonntag – der Bundespräsident war bereits am Samstag gelandet – waren neben Van der Bellen auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ), Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sowie Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) persönlich angereist. Auch Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl begleitete die riesige Delegation.

Video: Radetzky-Marsch für Van der Bellen

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Allein das stimmte Chinas Präsident Xi Jinping freundlich: "Das ist ein Zeichen – ein Zeichen, wie wichtig der Besuch ist", habe er laut ORF kommentiert.

Harte Deals und sanfte Floskeln

In den kommenden Tagen sollen die austro-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen ausgebaut und (Gegen-)Geschäfte in Milliardenhöhe auf Schiene gebracht werden. Bei einem vorherigen Treffen mit dem chinesischen Regierungschef, Li Keqiang, wurden bereits einige Verträge unterzeichnet.

Netzwerken, lautet das oberste Stichwort der Stunde. Gemeinsam bekundigte man etwa die Absicht, die Seidenstraße weiter ausbauen zu wollen. Der nötige Ausbau der Eisenbahninfrastruktur solle dazu erstmal "diskutiert" werden.

Van der Bellen streckte zumindest schon einmal symbolisch die Hand zur Freundschaft aus: Er lud Xi Jinping und seine Ehefrau Peng Liyuan zu einem Gegenbesuch nach Wien ein. Vielleicht zum Neujahrskonzert? Immerhin ist die First Lady ein waschechter Star, der vor Jahren sogar schon in der Wiener Staatsoper aufgetreten war. (red)

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