Eine Anzeige von drei NGOs beschäftigt die Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF in Brüssel: 2013 floss ein 350-Mio.--Kredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) nach Norditalien.
Die Schulden, die sich für das Autobahnprojekt "Passante di Mestre" seit 2003 angesammelt hatten, sollten damit refinanziert werden. "Damit werden Steuergelder in dunkelste Kanäle geschleust. Die EU zahlt eine Mafia-Autobahn", warnt der österreichische EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin.
2011 hatte der italienische Rechnungshof auf Kontrollmangel und Unterwanderung durch die Mafia hingewiesen. 2013 wurden 24 Personen festgenommen. Martin: "Im Alltag der Bürger wollen EU-Beamte alles regulieren, bei großen Summen schauen sie weg."