Maske & Co. – Kurz verrät, wann wir wieder normal leben

Sebastian Kurz (VP, 34) rechnet mit einer baldigen Rückkehr zur Normalität.
Sebastian Kurz (VP, 34) rechnet mit einer baldigen Rückkehr zur Normalität.JOSE COELHO / AFP / picturedesk.com
Im Feiertags-Interview mit "Heute" skizziert Kanzler Kurz den Fahrplan zur zweiten Öffnungswelle. Lockerungen seien "ein Verdienst der Österreicher".

Bereits zwei Bundesländer (Burgenland und Niederösterreich) orange auf der Corona-Ampel, sinkende Ansteckungszahlen  – und breite Öffnungen am 19. Mai vor Augen: Ein Land steuert Richtung Normalität. Im "Heute"-Feiertagsinterview (in voller Länge als Video unten) sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP): "Aus meiner Sicht ist die Entwicklung derzeit besser, als es sich viele Experten erwartet hätten." Dies sei "ein Verdienst aller Österreicherinnen und Österreicher", so Kurz. Zu Christi Himmelfahrt stellt er klar: "Jetzt sollten wir mit Freude die Öffnungen genießen, aber behutsam vorgehen, damit wir uns den eigenen Erfolg nicht zunichte machen."

Menschen zurück in Jobs

Wie ausführlich berichtet, dürfen Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur mit der 3G-Regel (getestet, genesen, geimpft) unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder aufsperren. Für Kurz ist dies "der Weg, um unzählige Menschen wieder zurück an den Arbeitsplatz zu bringen". Dass die Ansteckungszahlen dadurch nochmals steigen könnten, sei laut dem Regierungschef möglich. "Wichtig ist, dass die Zahl derer, die einen schweren Verlauf haben, gering ist. Das gelingt uns durch die Impfung." 

Kurz selbst ist noch nicht geimpft, "aber regelmäßig getestet", wie er erzählt. Er selbst bleibt dabei, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen, wenn er an der Reihe ist. "Ich werde mein Wort halten, schließlich habe ich in alle zugelassenen Impfstoffe Vertrauen – auch, wenn AstraZeneca nicht so populär ist." Durch die Impfung werde die Rückkehr zur Normalität gelingen und eine Überlastung der Intensivstationen könne weiterhin verhindert werden, ist der VP-Chef sicher. 

Im Gespräch mit "Heute" skizziert Sebastian Kurz nun erstmals auch den Weg zur vollen Öffnung – samt Zeitplan!

Noch 1,5 Monate Einschränkungen

Good News: Die Einschränkungen bleiben uns maximal noch eineinhalb Monate erhalten. Kurz erläutert: "Wenn sich die Situation weiter stabil entwickelt, können wir in der Zeit nach dem 19. Mai – spätestens mit 1. Juli – die nächsten Schritte setzen. Wenn alle geimpft sind, wollen wir die Sicherheitsvorkehrungen massiv zurückfahren und zurück zur Normalität kehren."

Der Kanzler-Fahrplan dafür: Breite Öffnungen am 19.5., dann soll die Situation ein, zwei Wochen lang beobachtet werden. "Wenn sie sich gut entwickelt, kann man die nächsten Schritte setzen. Wie die ausschauen, werden wir in der Regierung gemeinsam besprechen."

Eines sei laut Kurz klar: "Maske und Abstandsregel sind einschränkend. Das müssen wir irgendwann wieder hinunterfahren."

So sieht zweite Öffnungswelle aus

Was in der zweiten Öffnungswelle ein Comeback feiern wird? Sebastian Kurz: "Es gibt ja noch einiges, das Freude macht und noch nicht möglich ist – Hochzeiten, Nachtgastronomie und vieles mehr." Darf man noch im Sommer in Discos? "Das hoffe ich doch. Die Nachtgastronomie ist sicherlich der Bereich, der am heikelsten ist. Aber je mehr Menschen geimpft sind, desto mehr wird wieder möglich sein", verspricht er. Auch Hochzeiten und größere Geburtstagsfeiern würden darunter fallen. 

Auch Sperrstunde, Personenbeschränkungen, FFP2-Maskenpflicht und Abstandsbeschränkungen werden dann fallen!

Wann genau wir uns von der Maske verabschieden dürfen? Kurz "Ich kann heute noch kein genaues Datum nennen. Aber unser Ziel ist, die Sicherheitsvorkehrungen hinunterzufahren. Die sind kein Selbstzweck, sondern ein notwendiges Übel in Zeiten einer Pandemie. Am Tag der Öffnung am 19. Mai werden wir nicht ganz drei Millionen Erstgeimpfte haben. Das bedeutet, dass noch ungefähr zwei Millionen Menschen auf ihre Impfung warten. Je mehr Menschen geimpft sind, desto realistischer ist es, dass wir die Pandemie vollständig besiegen und desto eher können wir die Sicherheitsvorkehrungen hinunterfahren."

Der Kanzler selbst freut sich darauf, "mit Freunden wieder auf ein Bier gehen zu können oder einen Abend in einer Kabarettveranstaltung". Darüber hinaus möchte er wieder Sport machen und im Sommer eine Woche auf Urlaub zu fahren.

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