Maskenpflicht könnte laut Experte Ende Mai fallen

Sollten sich die Corona-Zahlen weiterhin derart positiv entwickeln, sei eine Rückkehr zur kompletten Normalität notwendig. Das sagt der Direktor der Innsbrucker Uniklinik.
Für den Direktor der Innsbrucker Uniklinik für Innere Medizin, Günter Weiss, sei eine Rückkehr zu einer kompletten Normalität notwendig, sollte der positive Trend der Coronavirus-Zahlen bis Ende Mai anhalten.

Mai entscheidender Monat



In der ZiB2 meinte der Infektiologe, der Mai sei der "entscheidende Monat". Sollte die Neuinfektionsrate in den nächsten vier bis fünf Wochen weiterhin auf "sehr niedrigem Niveau" bleiben, müsse auch über die weitere Sinnhaftigkeit der in verschiedenen Bereichen geltenden Maskenpflicht nachgedacht werden, so Weiss. Er könne sich durchaus Lockerungen an gewissen Orten, wie z.B. in Baumärkten und auch Schulen vorstellen, weniger jedoch in Alters- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.


Der Innsbrucker Uni-Direktor, der auch dem Krisenstab der Bundesregierung angehört, sprach in diesem Zusammenhang auch von einem "oft übervorsichtigen Vorgehen". So wisse man, dass die Übertragung des Virus nur nach einer "längeren Zeitdauer" und nach "engem Kontakt" passiere – und dies vor allem im häuslichen Bereich. "Gegen Null" sei hingegen die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung im Freien – "Radfahren mit Maske macht gar keinen Sinn", so Weiss.

Krankenhäuser fahren stufenweise hoch



Auch die Mikrobiologin Cornelia Lass-Flörl regte bei einer Videopressekonferenz des Landes Tirol ein Überdenken der Maskenpflicht bei weiterer Entspannung der Corona-Situation an. Sie appellierte aber gleichzeitig daran, weiter auf Händehygiene und Abstand zu achten, sonst "könnte es wieder tragisch werden".



Weiss erklärte, dass in den Tiroler Spitälern der Normalbetrieb wieder stufenweise hochgefahren werde. All jene Patienten, die in den vergangenen Wochen die Krankenhäuser gemieden hätten und chronisch krank seien, sollten wiederkommen. Man müsse keine Angst vor einer Coronavirus-Infektion haben.





Nav-AccountCreated with Sketch. heute.at TimeCreated with Sketch.| Akt:
TirolNewsGesundheitEpidemieHygieneBundesregierungRudolf AnschoberCoronavirusJochen Dobnik

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen