Maskenrebell mit 3,9 Promille zückte im Bus ein Messer

Der Angeklagte
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In einem St. Pöltner Linienbus hatte ein Tschetschene die Maske abgenommen, der Busfahrer ermahnte ihn und wurde dafür mit dem Messer bedroht.

Nach einem Liter Obstler und einem halben Liter Wein konnte bzw. wollte ein 48-Jähriger aus St. Pölten nicht mehr nach Hause gehen und nahm den Bus.

"Schneide Dir Gurgel durch"

Im Bus nahm der Tschetschene die Maske ab, der Chauffeur stellte ihn zur Rede. Doch der Arbeitslose wollte sich nicht rechtfertigen, zückte ein Klappmesser und meinte laut Anklage in Richtung Chauffeur: „Gib Ruhe oder ich schneide Dir die Gurgel durch.“

Noch ein Verfahren

Der Busfahrer blieb im gut gefüllten Fahrzeug besonnen, wirkte beruhigend auf den zornigen Alko-Fahrgast ein und fuhr weiter. Bei der nächsten Haltestelle sprang der Arbeitslose aus dem Bus, stach mit dem Messer noch auf die Gummidichtung der Fahrertüre ein, ehe er festgenommen wurde. Der Alkotest ergab: 3,9 Promille.

Beim Prozess gestern in St. Pölten fragte der Richter den Angeklagten, warum er nicht schon beim April-Termin erschienen war. „Da hatte ich Corona, ich fuhr mit dem Bus zum Gericht, aber die Torwache ließ mich nicht herein.“ Bei diesem Satz spitzte die Staatsanwältin die Ohren. Dies bringt dem Mann demnächst noch ein Verfahren ein. Das (nicht rechtskräftige) Urteil gestern: 18 Monate bedingte Haft, davon fünf Monate unbedingt für den vorbestraften Tschetschenen. Und er muss eine Therapie machen.

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