Maskenverweigerer in den Zügen – täglich acht Strafen

In Zügen und Bussen gilt weiterhin Maskenpflicht.
In Zügen und Bussen gilt weiterhin Maskenpflicht.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com (Symbolfoto)
Zuletzt spitzte sich die Lage nochmal zu, alleine 500 Security-Mitarbeiter sind bei den ÖBB mit der Kontrolle der Maskenpflicht betraut.

Nicht überall fiel die Maskenpflicht. In den Zügen und Bussen der ÖBB gilt etwa – gemäß der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen – die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Auch im geschlossenen Bahnhofsbereich gilt die FFP2-Maskenpflicht. Die ÖBB informieren die Fahrgäste darüber mit Durchsagen am Bahnhof, Info-Screens und Aushängen sowie über die ÖBB-Webseite und die Fahrplan-App Scotty. 

 Österreichweit sind mehr als 800 Zugbegleiter und 500 Security-Mitarbeiter mit der Kontrolle der Maskenpflicht betraut, heißt es seitens der ÖBB.

Wenn jemand die Maske nicht oder nicht ordnungsgemäß trägt, reiche normalerweise ein kurzer Hinweis der Mitarbeiter aus und die Maske werde wieder aufgesetzt. Sollte jemand seine Maske vergessen haben, würden ÖBB-Mitarbeiter "üblicherweise auch FFP2-Masken" dabei haben. "Wenn es tatsächlich dazu kommt, dass jemand nicht kooperiert, sind wir gezwungen, eine Strafe von 40 Euro einzufordern", so ÖBB-Sprecher Christopher Seif gegenüber "Heute".

Wenn nötig, "muss Person Zug verlassen"

In letzter Konsequenz sei die ÖBB auch befugt, "Personen von der Beförderung auszuschließen". "Das bedeutet, dass die Person den Zug oder Bus verlassen muss – wenn nötig auch unter Einbeziehung der Exekutive. Wir greifen ungern zu derart drastischen Mitteln, sind aber der Mehrheit unserer Fahrgäste verpflichtet, die in Sicherheit und Ruhe mit den ÖBB ans Ziel kommen will", so Seif.

 Im Durchschnitt wurden seit Beginn der Maskenpflicht pro Tag acht bis zehn Strafen verteilt. Heuer waren es – bis zum Stichtag 1. Mai 2022 – rund 880 Strafen.

Jährlich komme es zudem zu rund 360 Übergriffen auf ÖBB-Mitarbeiter. Seif: "Was wir leider feststellen mussten: Das aggressive Verhalten einzelner Reisender und Übergriffe auf unsere MitarbeiterInnen (zum Beispiel auf ZugbegleiterInnen) haben zugenommen. Wir versuchen hier unsere MitarbeiterInnen bestmöglich zu unterstützen und haben auch seit Beginn der Pandemie und der Maskenpflicht Schwerpunkte in Schulungen auf derartige Vorfälle gesetzt."

Ebenfalls zu kämpfen haben die Wiener Linien in den U-Bahnen mit Maskenverweigerern - mehr dazu hier.

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