Der schwedische Innenminister Anders Ygeman bestätigte das am Mittwochabend gegenüber einem Fernsehsender.
Die Regierung hat die Polizei und die Einwanderungsbehörde beauftragt, die Konsequenzen abgelehnter Asyl-Anträge durchzuziehen. Bis zu 80.000 Flüchtlinge sollen abgeschoben werden. Die Vorbereitungen dazu laufen schon.
Flugzeuge gechartert
Die Abschiebungen erfolgen normalerweise auf normalen Linienflügen. Die große Anzahl an Abzuschiebenden machte das Anmieten von Charterflugzeugen notwendig. Der Prozess wird sich aber über mehrere Jahre hinziehen.
Von den über 163.000 Flüchtlingen, die im vergangenen Jahr in Schweden Asyl beantragten erhielten 55 Prozent Asyl. Die Abschiebung wird eine schwierige Aufgabe, wie der schwedische Innenminister Anders Ygeman in einem Zeitungsinterview sagte: "Ich glaube, dass es sich auf jeden Fall um 60.000 Personen dreht, es können auch bis zu 80.000 werden. Wir haben eine große Herausforderung vor uns. Dafür müssen wir die Ressourcen erhöhen und die Zusammenarbeit zwischen den Behörden verbessern."
Freiwillige Rückkehr bevorzugt
Ein erster Schritt soll sein, günstige Voraussetzungen für eine freiwillige Rückkehr zu schaffen. Wenn das nicht geht, will man mit Zwang abschieben. Die Regierung befürchtet, dass sonst große Gruppen in den Untergrund verschwinden.