Massentest-Fiasko: Getestete werden nicht informiert

Vorbereitungen auf die Massentests in Innsbruck
Vorbereitungen auf die Massentests in InnsbruckUlrich Kettner / SEPA.Media / picturedesk.com
Die Software des Bundes funktioniert nicht. Getestete in Tirol werden nicht über ihr Ergebnis informiert. Ein analoger Notfallplan muss hinhalten.

"Es ist sehr bedauerlich, dass wir die angekündigte Software nicht nutzen können", sagt Georg Willi, Bürgermeister von Innsbruck. Auch dort beginnen die Massentests am Freitag, doch die dazu bereitgestellte Software des Bundes funktioniert nicht. Personen, die getestet wurden, werden nicht automatisch informiert.

Für diesen Fall hat man in Innsbruck auch einen analogen Notfallplan erstellt, nach welchem nun vorgegangen werden muss. Auch im Rest des Bundeslandes funktionierte das Programm trotz stundenlanger versuchter Fehlerbehebung durch IT-Experten des Landes nicht. "Tirol testet" muss deswegen über ein eigenes Tool der Landesleitstelle abgewickelt werden.

Anrufe sollen Klarheit bringen

Bürgermeister Georg Willi betonte: "Jeder, der sich testen lassen will, erhält sein Ergebnis". Bei den negativ getesteten manifestiere sich das darin, dass sie nichts mehr hören, die positiv getesteten werden angerufen.

"Auch wenn die nicht funktionierende Software die Aktion 'Innsbruck testet' erschwert, setzt die Stadt Innsbruck alles daran, dass die Testungen trotzdem so gut wie möglich über die Bühne gehen können."

In den restlichen Gemeinden Tirols werden Teilnehmer der Massentest bereits informiert, dass man im Falle eines negativen Ergebnisses keine oder nur verspätete Benachrichtigung erhält. "Somit können alle Personen, die innerhalb von etwa fünf Stunden nach der Testung keine Benachrichtigung erhalten haben, davon ausgehen, dass ihre Testungen negativ sind. Es sind dann für diese Personen keine weiteren Schritte zu setzen", sagt Projektleiter Elmar Rizzoli.

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